Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Erfolgreiche Premiere fürs Skispringen am Markkleeberger See
Region Markkleeberg Erfolgreiche Premiere fürs Skispringen am Markkleeberger See
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 21.02.2010
Anzeige

„Wir konnten gar nicht glauben, dass es plötzlich regnete. Am Sonnabend sind wir dann voller Bangen zur Schanze gefahren", erzählte Vereinsmitglied Ralf Gründling. Doch es wurde alles gut, so schnell tauten die mühevoll herangekarrten Schneemassen dann doch nicht. Und so genossen am Sonntag mehrere tausend Besucher das fast schon olympische Flair beim ersten Skispringen am Markkleeberger See.

Rund 60 Wagemutige standen bereit - unter ihnen auch Siegfried Gerisch. Der Leipziger wird immerhin bald 72 Jahre alt. „Mein Sohn hat mich überredet, heute mitzuspringen", berichtete er. Deshalb reihte er sich bei den vierköpfigen „Flying Cocktails" ein, als Sportlernamen wählter er „lahme Ente". Als der Rentner oben auf der Schanze stand, schoss ihm nur ein einziger Gedanke durch den Kopf: „Du musst verrückt sein."

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_637]Doch die Skier sind ihm vertraut. „Wir fahren immer mal ein bisschen Abfahrt", so Gerisch. Darüber hinaus helfe ihm seine sportliche Vergangenheit. Als junger Mann wurde er 1956 DDR-Meister im Turnen, später war er als Sportakrobat in der Nationalmannschaft erfolgreich und verdiente schließlich seine Brötchen als Sportlehrer. „Zwar habe ich schon ein paar Zipperlein, doch das stört mich nicht weiter. Augen zu und durch", sagte Gerisch.

Das dachten sich auch die Männer vom Team „Eddis die Igel". In ihren weißen Overalls waren sie der Hingucker auf der Schanze. „Der erste Sprung ist der schlimmste, denn da muss man wirklich seine Angst überwinden", erklärte Teammitglied Enrico Worm. „Die Schanze ist nämlich ganz schon hoch."

Das Erreichen von Rekorden sei dabei gar nicht so wichtig. „Der Spaß ist das Schönste, und das Publikum hier ist einwandfrei." Die nächste Auflage sei auf jeden Fall schon vorgemerkt.

Völlig unbeeindruckt von der für hiesige Breiten doch recht gewaltigen Sprungschanze war Marco Hoffmann. Der Zehnjährige setzte ruhig auf: „Erst hinten im Auslauf bin ich hingefallen." Angst sei kein Thema für ihn. „Ich bin ja Mitglied im Skiverein", verriet der Leipziger.

Solche wagemutigen jungen Leute schaute sich Rico Pilz ganz genau an. Denn er ist immer auf der Suche nach Skisprungtalenten - zum einen für den SC Traktor Oberwiesenthal, zum anderen für Lok Eilenburg. „Und ich freue mich, dass heute auch Damen mitmachen. Denn es ist ein Skandal, das Frauen-Skispringen bei Olympia nicht zugelassen ist. Das muss sich doch mal ändern."

Bert Endruszeit

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Stadtrat hat am Mittwochabend grünes Licht für weitere Planungen zu den Großprojekten Sportbad, Quartiersgarage sowie Vereinshaus und Turnhalle Gaschwitz gegeben.

18.02.2010

Großpösna. Wie erhalte ich einen der 100 bis 120 Liegeplätze für meine Yacht im Segelhafen? Wird der Motorbootbetrieb am Störmthaler See möglich sein? Solche Fragen rund um den städtebaulichen Entwurf „Magdeborner Halbinsel“ und die Erholungsangebote am Gewässer haben die zwei Dutzend Anwesenden am Mittwochabend bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Ratssaal beschäftigt.

18.02.2010

Die CDU-Fraktion im Markkleeberger Stadtrat fordert ein Nachdenken über ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept für die Große Kreisstadt (die LVZ berichtete). In ähnliche Richtung geht das Ansinnen des SPD-Ortsverbandes, der sich jetzt ebenfalls zu Wort gemeldet hat.

17.02.2010
Anzeige