Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg „Erfolgsgeschichte“: Gewerbepark Frankenheim wird zur Partyzone
Region Markkleeberg „Erfolgsgeschichte“: Gewerbepark Frankenheim wird zur Partyzone
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:31 23.05.2017
Auf die nächsten 25 Jahre: Klaus Frank und Jens Spiske (rechts) stoßen mit Frankenheimer Altbier an. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markranstädt

Die Markranstädter kamen am Wochenende aus dem Feiern gar nicht raus. Vom Promenadenfest am Samstag ging es, nicht nur für die Besucher, sondern auch für so manchen Aussteller, am Sonntag im Gewerbepark Frankenheim weiter. Der feierte groß seinen 25. Geburtstag.

Rund um das zentrale Festgelände bei Buderus erlaubten ansässige Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen. Kräuter-Ferdi bot im Namen des rührigen Heimatvereins Frankenheim-Lindennaundorf Hochprozentiges an, Deftiges auf dem Grill und die MCC-Lok dampften, die Freiwillige Feuerwehr lockte mit ihrem mobilen Museum, beim Human Soccer oder Menschenkicker, das Pendant zur Hüpfburg für die Kinder, mussten die Stangenpartner das Runde ins Eckige befördern.

Moderator Steffen Hellriegel führte charmant durch den Tag und begrüßte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler), der standesgemäß im offenen Maf anrollte. Das sei leider nicht sein Dienstwagen, bedauerte er und entschuldigte sein verspätetes Erscheinen mit dem überragenden Besucherinteresse am Start der Oldtimer -Rallye Via Regia Classic in der Leipziger Straße. „Heute feiern wir hier silberne Hochzeit, deshalb trage ich eine Fliege. Es ist eine gute Ehe, möge sie noch mindestens weitere 25 Jahre dauern“, schmunzelte Spiske, bevor er zum ernsten Thema wechselte. Die Anbindung des Gewerbegebiets an die Bundesstraße 181 liege noch im Argen.

„Die vorhandene Straße ist einfach zu schmal. Die Verhandlungen über das Gemeinschaftsprojekt mit Schkeuditz laufen, aber die Zeitschiene ist noch unklar“, erklärte die Erste Beigeordnete, Beate Lehmann. Sie erinnerte sich an die Anfänge des Gewerbeparks, als der damalige Bürgermeister Frankenheims, Werner Engert, und Projektentwickler Heinz Unger mit einem großen Vertrauensvorsprung der ansässigen Landbesitzer die Erschließung vorangetrieben hätten. Auch Hans-Christoph Runne, lange Jahre Gemeindepfarrer in Frankenheim, bevor er als Geschäftsführer zum Diakonissenkrankenhaus Leipzig wechselte, hat die Anfänge miterlebt. „Es war ein schwerer Beginn, aber dann schossen die Unternehmen wie Pilze aus dem Boden und es ist eine Erfolgsgeschichte geworden“, findet Runne.

„Ich hätte mir keine bessere Entwicklung vorstellen können. 42 Firmen und mehr als 500 000 Euro Gewerbesteuereinnahmen sprechen für sich. Hier sind Macher am Start“, bestätigte Carolin Weber, Verantwortliche für Wirtschaftsförderung in Markranstädt. Volker Lux, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Leipzig, lobte die hohen familiären Einsätze, persönlichen Wagnisse und unternehmerischen Risiken, die so mancher eingegangen sei, ohne einen gewinnbringenden Aufschwung vorhersehen zu können. Ein Beispiel dafür sei die Firma Frank Fahrzeugbau.

Dort herrschte reger Verkehr, denn auf dem Betriebsgelände machte die Oldtimer-Rallye Station. Die Schätze aus Blech und Chrom, knatterten, ratterten und glänzten mit der Sonne um die Wette. Firmen-Senior Klaus Frank ließ es sich nicht nehmen, Spiske ein frisch gezapftes Frankenheim-Alt zu kredenzen und mit ihm getreu dem Motto „Tradition und Moderne“ auf weitere Erfolge anzustoßen.

Von Gislinde Redepenning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt Zwenkau wächst und damit das Verkehrsaufkommen. Wo es Defizite gibt und wie die Verkehrsströme künftig gelenkt werden könnten, darauf gibt das neue Verkehrskonzept Antworten. Vorgestellt und einstimmig angenommen wurde das Papier am Donnerstagabend im Stadtrat.

23.05.2017

Die perfekte Welle – für Wellensurfer ist sie das Nonplusultra schlechthin und jetzt vor der Haustür im Kanupark Markkleeberg das neueste Angebot für Wassersportler. Gut drei Jahre hat Sportkoordinator und Ex-Olympia-Kanute Frank Henze daran getüftelt.

20.05.2017

Professor Dieter Bormann, Fraktionschef der Linken, plauderte im Stadtrat am Mittwochabend aus, was die Stadtverwaltung offensichtlich noch unter der Decke halten wollte: Das Projekt Hausboote auf dem Cospudener See ist gescheitert, Investor Thomas Recknagel vor Wochen abgesprungen.

22.05.2017
Anzeige