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Erhard Weimann: „Es geht um die Konkurrenzfähigkeit des Mittelstandes“

Unternehmertreff Erhard Weimann: „Es geht um die Konkurrenzfähigkeit des Mittelstandes“

Mit „Mittelstand Digital“ war der 10. Wirtschaftstag des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in der Stadthalle Zwenkau überschrieben. Mehr als 400 Vertreter von Unternehmen, Kommunen, Verbänden und Institutionen aus den Landkreisen Leipzig und Altenburger Land sowie dem Burgenlandkreis informierten oder präsentierten sich.

Die wassertouristische Nutzung der Seenlandschaft war in Zwenkau natürlich auch ein Thema: BVMW-Gastgeberin Constanze Weiß, Landrat Henry Graichen, Bürgermeister Holger Schulz und Unternehmer Günter Bauer (von links).

Quelle: Andre Kempner

Zwenkau. „Mittelstand Digital“ war am Donnerstag der 10. Wirtschaftstag des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in der Stadthalle Zwenkau überschrieben. Mehr als 400 Vertreter von Unternehmen, Kommunen, Verbänden und Institutionen aus den Landkreisen Leipzig und Altenburger Land sowie dem Burgenlandkreis informierten oder präsentierten sich an einem der 60 Stände, bei Vorträgen und Diskussionsrunden.

„Wir müssen uns den Anforderungen der Digitalisierung im Interesse der Arbeitsplätze stellen. Im Grunde reden wir hier über nichts anderes als die Konkurrenzfähigkeit des Mittelstandes“, sagte Erhard Weimann, Staatssekretär in der sächsischen Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaates beim Bund. Wenn die Region diese Herausforderung genau so engagiert angehe, wie den zuvor von Bürgermeister Holger Schulz (CDU) beschriebenen Strukturwandel nach 1990, sei er sehr optimistisch.

Weimann berichtete, dass in Berlin an einem Gesetz zur Ausgestaltung der Hochgeschwindigkeitsnetze gearbeitet werde. „Alles, was in irgendeiner Form digitalisierbar ist, wird digitalisiert werden. Diesmal müssen wir schneller sein. Nicht, wie in der Solarindustrie: Während wir noch an Förderprogrammen gebastelt haben, wurden wir von den Chinesen überholt“, sagte er. 100 Megabit und mehr seien das Maß der Dinge, die Regionalisierung der digitalen Revolution bis ins Handwerk unverzichtbar. „Der Freistaat ist Ihr Partner“, versprach er.

Vor Ort scheint der Appell längst angekommen. „Heute geht es nicht mehr darum, ob ich auf den digitalen Zug aufspringe oder nicht, sondern nur noch wie schnell“, meinte Volksbank-Vorstand Andreas Woda, der das Bezahlsystem „pay direkt“ vorstellte. Aus seiner Sicht beteilige sich der Mittelstand noch zu wenig an der digitalen Entwicklung.

Die im Gewerbegebiet Störmthal ansässige Firma Fischer Druck und Medien hat die Zeichen der Zeit verstanden. „Wir bauen auf die Vernetzung, stellen unser Haus immer mehr auf moderne Produkte – digital und klimaneutral – um“, berichtete Geschäftsführer Steffen Fischer. Stolz erzählte er, dass das 1923 gegründete Familienunternehmen dieses Jahr für den Großen Preis des Mittelstandes nominiert sei.

Neue Wege braucht es auch bei der Gewinnung von Fachkräften. Die Zukunftsstiftung Südraum Leipzig versteht sich dabei als Mittler. „Das Thema Ausbildung ist längst nicht mehr nur in der Schule präsent. Es gibt neue Formate der Jugendarbeit im Kreis, wie nixlos.de oder das Netzwerk Ehrenamt, die Firmen und Jugendliche unkompliziert zusammenbringen und so berufliche Wege öffnen“, erklärte HTWK-Professor Markus Krabbes, Vorsitzender der Stiftung. Er nutzte den BVMW- Wirtschaftstag für die Vergabe des Wissenschaftspreises 2015. Der ging an Daan Peer Schneider, der mit seiner Dissertation zur Verbindung von Mikroelektronik- und Photovoltaikindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbau in Sachsen punkten konnte.

Landrat Henry Graichen (CDU) schickte noch einen Appell nach Dresden. „Ohne Digitalisierung geht nichts. Doch wer investiert, braucht Verlässlichkeit seitens des Gesetzgebers und im behördlichen Handeln“, mahnte er mit Blick auf den Zwenkauer See und die touristische Nutzung des Leipziger Neuseenlandes. Wie berichtet, steht die Erklärung der Schiffbarkeit noch immer aus.

Von Ulrike Witt

Zwenkau Stadthalle 51.2166912 12.3305257
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