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Markkleeberg „Ermittlungschancen stehen gut“
Region Markkleeberg „Ermittlungschancen stehen gut“
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16:36 07.03.2011
Ausnahmezustand nach Drohung: Wo sonst 1000 Schüler lernen, herrschte gestern Vormittag ungewöhnliche Ruhe. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Rund 1000 Schüler und 80 Lehrer wurden daraufhin nach Hause geschickt. Die Polizei sperrte das Gelände an der Mehringstraße großräumig ab.

Rot-weiße Bänder, Funkwagen, Suchhunde und bewaffnete Beamte – schon zum zweiten Mal binnen 48 Stunden wurde die Rudolf-Hildebrand-Schule gestern Morgen zum Sperrgebiet. „Eine Lehrerin hat gegen 6.30 Uhr einen Zettel mit einer Drohung gefunden“, erklärte Christian Mörschke von der Polizeidirektion Westsachsen den Auslöser des Einsatzes. Wie vor zwei Tagen habe der unbekannte Täter nichts Konkretes angekündigt. „Ernst nehmen müssen wir die Sache dennoch. Unsere Leute suchen das gesamte Areal nach auffälligen und gefährlichen Gegenständen ab“, sagte Mörschke.

Schulleiter Ditmar Apel erfuhr um 6.45 Uhr auf dem Weg nach Markkleeberg per Handy von der „absoluten Ausnahmesituation“. „So was habe ich noch nicht erlebt“, sagte er gut zwei Stunden später sichtlich betroffen. Schon am Samstag sei die Enttäuschung über den Ausfall des Schnuppertages bei seinen Kollegen, bei Eltern, Großeltern und Kindern riesig gewesen. „Schließlich haben Lehrer und Schüler ihre Auftritte zum Teil über Monate einstudiert“, so Apel.

Über das Motiv des Zettelschreibers wurde derweil gerätselt. „Es gab keine großen Konflikte, nichts ungewöhnliches in letzter Zeit. Mir ist das alles absolut schleierhaft“, sagte der Schulleiter. Dass Zwölftklässler aufgrund des heute anstehenden Vorabiturs in Deutsch dazu fähig wären, schloss Apel vollkommen aus.

„Abiturienten sind leistungs- und zielorientiert. Die sind froh über jede Hürde die sie genommen haben“, meinte auch der Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig Roman Schulz. Er hofft wie Apel, dass der Täter „schnell erwischt“ wird und die Konsequenzen seines Tuns zu spüren bekommt. „Es handelt sich nicht um einen Dumme-Jungen-Streich, sondern um eine unglaubliche Bedrohung, die an die Nerven aller Betroffenen geht und mehrere tausend Euro kostet“, so Schulz. Er sei aber optimistisch, dass die Polizei den Schuldigen findet. „Die Aufklärungsquote bei solchen Taten liegt deutschlandweit bei etwa 60 Prozent.“ Mörschke bestätigte das: „Unsere Ermittlungschancen stehen wirklich relativ gut. Einerseits durch die Spurenlage, andererseits wissen wir aus Erfahrung, dass sich der Täter früher oder später mit der Aktion brüsten wird.“

Gegen 10.30 Uhr wurde die Suche in und um die Rudolf-Hildebrand-Schule vorerst beendet, etwas Verdächtiges aber nicht gefunden. Heute soll der Unterricht wieder anlaufen. Allerdings ist mit Einschränkungen zu rechnen: Grund sind die von der Lehrergewerkschaft GEW und dem Sächsischen Lehrerverband angekündigten Warnstreiks. Definitiv um 8 Uhr antreten müssen die zwölften Klassen zum Vorabitur in der Aula. Das hat Schulleiter Apel am Vormittag festgelegt.

Ulrike Witt

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