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Eröffnung mit viel Symbolik

Eröffnung mit viel Symbolik

Mit verschiedenen Aktionen wurde am Samstag zwischen Weißem Haus und Antentempel das Agra-Park-Jahr eröffnet. Das Wichtigste: Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) und die Leiterin des Leipziger Amtes für Stadtgrün und Gewässer, Inge Kunath, reichten sich beim Arbeitseinsatz die Hände.

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"Arbeiten" am B2-Tunnel: Das Rasenmäher-Kunstprojekt von Ralf Witthaus im Agra-Park zeigt die Trassenführung.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg/Leipzig. Am Markkleeberger Antentempel herrschte lockere Stimmung: In ihren Schutzanzügen strahlten Schütze und Kunath und ließen sich von den Fotografen beim Streichen dirigieren. 30 Meter entfernt, auf Leipziger Terrain, und etwas später der nächste symbolische Akt: Beide setzten, beobachtet von den Initiatoren des Parkprogramms - Stiftung Bürger für Leipzig, Grüner Ring, Pro Agra-Park, Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse, Bürgerverein Dölitz, Kultur- und Umweltzentrum Markkleeberg und weiteren Agra-Akteuren - den ersten Spatenstich für den offenen Graben zwischen Mühlpleiße und Tempelteich. "Vor Monaten hat es noch einiger Fantasie bedurft, wenn wir mit Ihnen als damaligem Vorsitzenden des Bürgervereins Pro Agra-Park über unsere Visionen gesprochen haben", sagte Kunath zu Schütze. Inzwischen sei viel passiert: Die alte Hohlform des Teiches wurde mit Hilfe des Netzwerkes benachteiligter Jugendlicher herausgearbeitet. Von wildem Grün befreit wurde der Antentempel. Vor allem scheint aber das Eis zwischen den beiden Städten gebrochen.

Ende 2015 soll das Areal wieder zum Verweilen einladen, auch wenn nicht alles nach historischem Vorbild hergestellt werden kann. Bis zur tagebaubedingten Verlegung speiste die Pleiße den Teich vor dem Antentempel, rauschte Wasser statt der Verkehr der B 2 in den Ohren der Parkbesucher, wie eine Postkarte anno 1941 zeigt, die Schütze herumreichte.

"Ein tolles Projekt, das wir gemeinsam in Angriff nehmen. Sonst würde es auch keinen Sinn machen. Danke für die unkomplizierte Zusammenarbeit", sagte er. Kunath verriet, dass die Sanierung - Leipzig investiert in Teich und Graben dieses und nächstes Jahr zusammen 160 000 Euro, Markkleeberg in den Antentempel 30 000 Euro - ein Handschlaggeschäft ist. "Wenn wir so einen Deal auch für die Wasserschlange hinbekommen könnten", meinte sie und versuchte Michael Feist, Vizepräsident der Landesdirektion, ein zustimmendes Lächeln zu entlocken. Schütze setzte noch eins drauf: "Wenn wir den Park neu gestalten, gehört unbedingt dazu, dass die B 2-Brücke verschwindet."

Brigitte Wiebelitz, neue Vorsitzende von Pro Agra-Park, nutzte die Chance, mit Kunath ins Gespräch zu kommen: "Es ist wichtig, dass die Tieferlegung in Leipzig stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt." Am frühen Morgen hatte sie mit ihren Mitstreitern hinterm Schweizer Haus den Baum des Jahres, eine Traubeneiche, gepflanzt. Gestiftet wurde der Baum, wie Geschäftsführer Lutz-Rainer Matzat berichtete, von der Agra-Veranstaltungs GmbH.

Hand angelegt wurde am Samstag auch beim 3. Markkleeberger Gartentag an den Schaugärten hinter der Ökoschule, wo unter Leitung von Anke Leske, Sachgebietsleiterin Liegenschaften bei der Stadt, wilde Ahornsämlinge und Laub von 50 fleißigen Bürgern beseitigt wurden. "Ich nutze den Agra-Park oft und gern, da ist das heute eine schöne Aufgabe", sagte stellvertretend für viele Marion Hensel aus Markkleeberg-Ost.

Am Weißen Haus begannen derweil die "Arbeiten" am B 2-Tunnel. Zehn, mit schwarzen Anzügen und weißen Hemden bekleidete Herren zeichneten unter den Augen zahlreicher Schaulustiger mit Motorsensen symbolisch die tiefergelegte Trasse in den Rasen. Michael Berninger, Koordinator des Leipziger Gartenprogramms freute sich, dass der Aktionskünstler Ralf Witthaus für sein nunmehr sechstes Projekt in der Region gewonnen werden konnte. "Meine Kunstwerke schaffen eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Der Agra-Park hat so viel Potenzial, es wäre schade, wenn das nicht genutzt würde", sagte der 40-jährige Crailsheimer, der seit 15 Jahren deutschlandweit mit seinen Rasenmäherzeichnungen für Aufmerksamkeit sorgt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.04.2014
Ulrike Witt

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