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Markkleeberg Eröffnung von Großpösnaer Unterkunft für Flüchtlinge vollkommen ungewiss
Region Markkleeberg Eröffnung von Großpösnaer Unterkunft für Flüchtlinge vollkommen ungewiss
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14:50 21.06.2016
Von der Containersiedlung sind nur die Fundamente zu sehen.  Quelle: Jörg ter Vehn
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Großpösna

 Seit Wochen stehen die Fundamente für die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Großpösna bereit. Und eigentlich sollten seit Mitte Mai die Container dafür aufgebaut werden. Jetzt bestätigte das zuständige Landratsamt Verzögerungen beim Bau der Unterkunft, reagierte angespannt auf die Verfügbarkeit der Anlage. Ein genauer Termin für die Inbetriebnahme wurde nicht genannt, aber dem Betreiber eine Frist gesetzt.

Im April hatte der DRK-Kreisverband Leipzig-Land als zukünftiger Betreiber der Unterkunft bereits Terminverschiebungen bekannt gegeben. Anstatt die bis zu einhundert Plätze zum Juni zu belegen, sollten diese in Absprache mit dem Landratsamt voraussichtlich ab Juli nach und nach genutzt werden, hieß es damals.

Dass auch aus diesem neuen Termin nichts würde, zeichnete sich in den letzten Tagen bereits ab. Denn allein für das Aufstellen der Container rechnete das DRK im April noch mit rund zwei bis drei Wochen. Danach dauere es nochmal etwa zwei Wochen, bis die Container auch von innen komplett ausgestattet sind, hieß es damals. Ergo benötigt das DRK einen guten Monat von der Aufstellung bis zur Inbetriebnahme, womit wohl ein Eröffnungstermin Anfang August wahrscheinlich würde - sofern in den nächsten Tagen die Container anrollen.

Als unsicher gilt aktuell jedoch auch die Entwicklung der Flüchtlingszahlen. Damit drängt sich die Frage auf, ob eine weitere neue Unterkunft überhaupt benötigt wird. Wie berichtet, hat der Kreis erst vor ein paar Wochen die Pläne einer Containersiedlung für Flüchtlinge im Gewerbegebiet Am Wasserwerk in Zwenkau auf Eis gelegt. Ob Gleiches für Großpösna geplant ist? Dazu liegen allerdings keine Aussagen vor.

Im Gegenteil. Das Landratsamt pochte am Montag in einer Stellungnahme auf den rechtsgültigen Vertrag mit dem DRK als Betreiber. Erst wenn Klarheit über die terminliche Verfügbarkeit der Einrichtung besteht, könnten vom Landkreis Aussagen zur Belegungsplanung oder zum Bezugstermin gemacht werden, so Sprecherin Brigitte Laux.

„Aktuell ist dies entgegen des bestehenden Vertragsanspruches nicht der Fall, so dass dem Betreiber vom Landkreis ein Abhilfetermin bis zum Ablauf des 30.06.2016 eingeräumt wurde“, teilte Laux mit. Erst danach könnten Aussagen zur weiteren Planung getroffen werden.

Beim DRK-Kreisverband wollte sich am Montag niemand zu dem Thema unterhalten. Der zuständige Vorstand Daniel Bastanier meldete sich auch nach mehreren Bitten in seinem Büro nicht.

Von Jörg ter Vehn

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