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Markkleeberg „Erstaunlich gut gelaufen“
Region Markkleeberg „Erstaunlich gut gelaufen“
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08:00 29.12.2017
Vom Showdance-Workshop mit Sandy Seeligmüller beim Tanzfest bis zur Neuseenland-Sammlung zur Braunkohle reicht das Spektrum des Kuhstall-Angebots. Quelle: Kempner
GRosspösna

Von Märchen bis Tanzfest und von Braunkohlekarten bis zu Ferienspielen: Unterm Dach des Soziokulturellen Zentrums Kuhstall in Großpösna ist 2017 viel passiert. Im nächsten Jahr feiert der Verein seinen 20. Geburtstag.

„Erfreulich gut gelaufen“ seien die 70 Veranstaltungen des Vereins in diesem Jahr, erzählt Geschäftsführer Peter Krümmel. Es gebe insgesamt ein leichtes Besucherplus gegenüber dem Vorjahr, berichtet die zuständige Koordinatorin Petra-Körner-Winter. Das liege natürlich auch an der Veranstaltung „Offene Höfe“ in Dreiskau-Muckern, bei der im Sommer fünf- bis sechstausend Leute ins Dorf geströmt seien. „Aber auch ohne hätten wir mit 7000 bis 8000 Besuchern mehr gehabt als im Vorjahr.“

Veranstaltungen vom Märchenspiel bis zum Tanzfest und vom Dixieland-Jazz bis zur Wanderung auf dem Liederpfad sind eine der drei Säulen des Kuhstallvereins. Die Neugier auf mehr Unbekanntes zu wecken hat sich Krümmel für die Zukunft vorgenommen. Denn „außerhalb des Mainstreams sind Veranstaltungen bei uns schwierig“, weiß er. Auch Jüngere dafür zu interessieren, sei nicht so einfach – außer wenn es etwa ums Tanzfest gehe oder um den Trippel-Trappel-Kindersachenflohmarkt. „Die wurden regelrecht überflutet von jungen Familien“, erzählt er.

Bei den Kursen, dem zweiten Standbein, gebe es hingegen viele junge Leute. Im Grunde reiche das Spektrum von der ’Rasselbande’ mit den Zweijährigen bis zum Tanz ’Locker vom Hocker’. „Da macht übrigens unsere mit 90 Jahren älteste Teilnehmerin mit“, sagt Krümmel stolz. 400 Teilnehmer hätten die Kurse Woche für Woche, das mache im Jahr rund 17 000 Kontakte. „Das alles geht natürlich nur Dank der Kulturraumförderung, die wir erhalten. Sie wirkt segensreich und nachhaltig“, meint er.

Die Projekte, die dritte Säule, würden ebenfalls gedeihen. So habe das Lazarettmuseum in Seifertshain, obwohl es regulär nur acht Monate im Jahr sonntags ein paar Stunden geöffnet habe, rund tausend Besucher gezählt. Die Bundeswehr habe den Besuch ins Ausbildungsprogramm genommen, entsende regelmäßig Soldaten der Unteroffiziersschule Delitzsch und des Weißenfelser Sanitätsregiments. Aber auch die Johanniter kämen mit Gruppen und natürlich einige Schulen. Im nächsten Jahr könne mit einer Leader-Förderung endlich die Scheune denkmalgerecht saniert werden, schaut Krümmel voraus. Und zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges werde es eine Kabinettausstellung geben.

Im Botanischen Garten sei es zusammen mit dem dortigen Freundeskreis und dem waldpädagogischen Zentrum gelungen, die kulturelle Bildung voranzubringen. Rund 1800 Kinder hätten den Garten besucht, aber auch die ersten fünf Hochzeiten hätten dort stattgefunden. Im nächsten Jahr gebe es 17 Termine, „die Hälfte ist schon weg“, so Körner-Winter.

Die Neuseenland-Sammlung zur Braunkohlegeschichte der Region wachse stetig weiter, platze bald aus allen Nähten, so Krümmel. Drei Ehrenamtler seien mit der Erfassung der Gegenstände beschäftigt. Im nächsten Jahr würden unter anderem Schulkarten zur Kohle in einer Ausstellung präsentiert.

Von Jörg ter Vehn

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