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Markkleeberg Erste Abiturienten "made in Zwenkau"
Region Markkleeberg Erste Abiturienten "made in Zwenkau"
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14:08 19.05.2015
Gruppenbild mit Bürgermeistern: Die ersten Abiturienten des Freien Gymnasiums mit Holger Schulz (l.) und Amtsvorgänger Herbert Ehme (r.). Quelle: André Kempner

Für die 13 Jugendlichen ein großer Moment, aber auch für deren Eltern, den Träger, die Deutsche Private Finanzakademie (DPFA), die Lehrer und die Stadt. Sie alle hatten sich 2006, nach der Schließung der Mittelschule, auf ein Experiment eingelassen.

"Das ist heute ein Meilenstein in der Geschichte der kleinen, aber prosperierenden Stadt Zwenkau", erklärte Schulleiter Niels Schulz. Es habe am Anfang viele Zweifel gegeben, ob das Projekt Freies Gymnasium gelingen könne. "Spätestens jetzt sind die letzten ausgeräumt. Mit einem Durchschnitt von 2,2 ist Euch das vortrefflich gelungen", sagte er den strahlenden Abiturienten. Er danke den Eltern, die der Schule Vertrauen entgegengebracht hätten, ein Vertrauen, das nicht habe auf Tradition und Erfahrung beruhen können.

"Ihr seid die Ersten, die in Zwenkau ihr Abitur abgelegt haben. Das macht mich unwahrscheinlich stolz", sagte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Zumal es die Schüler unter erschwerten Bedingungen, auf der Baustelle Schulzentrum, geschafft hätten. "Ich habe mich bei der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig informiert. Der Abi-Durchschnitt der letzten 20 Jahre lag bei 2,4 in der Region. Ihr seid besser, trotz der vielen Unkenrufe, die es gab", würdigte Holger Schulz die Leistungen der insgesamt 14 Abiturienten aus Zwenkau, Zitzschen, Tellschütz und Rötha.

"Ich weiß noch, wie 24 erwartungsvolle Kinder Beine baumelnd im September 2006 in der Aula saßen", erinnerte Elternsprecherin Kerstin Klaus. Zwischen damals und heute habe es viele Höhen und Tiefen gegeben. "Aber Ihr habt gebüffelt und geschwitzt und dank der tollen Aufbauarbeit Eurer Lehrer ist es gelungen, alle haben ihr Abi in der Tasche", so Klaus.

Jasmin Gora dankte Schulleiter Niels Schulz und seiner Vorgängerin Katharina Marlow, den Lehrern und dem "guten Geist der Schule", Jana Kratz, im Namen ihrer Klassenkameraden "für eine tolle Zeit". "Was für Sie ein Projekt mit ungewisser Zukunft war, war für uns immer ganz normaler Schulalltag."

Unter den Gästen im Saal Zitzschen war auch Alt-Bürgermeister Herbert Ehme. Er hatte, als 2005/06 klar war, dass die Mittelschule mangels Zulauf aufgegeben wird, mit Hauptamtsleiter Dirk Schewitzer nach Alternativen gesucht, um Zwenkauer Familien eine weiterführende Schule anbieten zu können.

Andreas Gericke, Leiter des Instituts für Schulentwicklung der DPFA in Zwickau, schwärmte: "Das Experiment Freies Gymnasium Zwenkau ist ganz hervorragend gelungen." Immerhin lernen inzwischen 256 Kinder und Jugendliche in der Schule. Ab dem Schuljahr 2016/17 werde es sogar jährlich zwei Abiturklassen geben, so Schulleiter Niels Schulz.

Dass im kaum fünf Kilometer entfernten Großdeuben im September von Pegauer Eltern ein Freies christliches Gymnasium gegründet wird (die LVZ berichtete), beobachten die Zwenkauer derweil sehr genau. Bürgermeister Holger Schulz kann seine Enttäuschung darüber kaum verhehlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.07.2014
UIrike Witt

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