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Markkleeberg Erste Ladesäule für Elektroräder öffnet Mittwoch am Bergbau-Technik-Park
Region Markkleeberg Erste Ladesäule für Elektroräder öffnet Mittwoch am Bergbau-Technik-Park
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08:00 04.11.2016
Die erste Neuseenland-Ladestation. Quelle: Foto: André Kempner
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Grosspösna

Von Elektromobilität reden viele. Der Bergbau-Technik-Park handelt. Mittwoch ab 15 Uhr öffnet dort als eine Art Pilotprojekt die erste „Neuseenland“-Ladesäule für Elektroräder.

In Kooperation von Park und Envia-M entwickelt und entworfen, soll die Säule Besuchern der Tagebau-Großgeräte und Gästen des Imbiss eine kostenfreie Möglichkeit zum Aufladen ihrer Pedelecs und E-Bikes bieten. Immer vier könnten gleichzeitig mittels eines normalen Steckers „tanken“, so Parkleiter Thomas Hinz. Das System sei so ausgelegt, dass es auch kleinere E-Mobile wie etwa den Renault Twizy verkrafte.

Mehrere hundert Ausflügler kämen pro Jahr mit ihren E-Rädern schon in den Park, hat Hinz beobachtet. „Wenn durch die neue Ladesäule noch ein paar mehr kommen, weil sie wissen, dass sie bei uns für den Heimweg aufladen können, hat das auf unseren Betrieb schon positive wirtschaftliche Effekte“, ist er sich sicher. Für das Laden aber extra ein Bezahlsystem einzurichten, lohne sich nicht. Aufwand und zu erwartender Ertrag stünden in keinem Verhältnis. „Eventuell stellen wir eine Spendenbüchse auf für diejenigen, die gerne etwas geben wollen“, so Hinz.

Er hofft, dass von der ersten Neuseenland-Säule ein Signal in die Region ausgeht und schon bald weitere Ladestationen wie diese aufgestellt werden - eine Hoffnung, die Ludwig Martin teilt. Der Borsdorfer Bürgermeister leitet beim Grünen Ring Leipzig die Arbeitsgemeinschaft Technik, will seinen Amtskollegen beim Aufbau der Infrastruktur für Ladestationen zur Seite stehen. So biete etwa die Envia am 30. November bei der Handwerkskammer in Borsdorf eine Informationsveranstaltung dazu an, erklärt er. In Borsdorf steht inzwischen eine öffentliche Ladestation für E-Autos. „Und auch wenn da noch niemand aufgeladen hat, wird es mehr E-Autos geben, wenn erst alle 500 Meter so eine Station steht“, sagt er.

Der Landkreis Leipzig erstellt derzeit ein Elektromobilitätskonzept. Diese flächendeckende regionale Handlungs- und Orientierungsrichtlinie solle auch als Beurteilungsraster für Förderentscheidungen dienen, so Projektkoordinatorin Isabella Peissker. Ein Augenmerk liege dabei auf der Präzisierung des Bedarfs und Nutzens von E-Mobilität im Bereich der touristischen Entwicklung. Insbesondere an Verknüpfungsstellen wie dem Bergbau-Technik-Park mit seiner zentralen Lage zwischen Markkleeberger und Störmthaler See solle es Besuchern ermöglicht werden, „e-mobil“ zu sein.

Von Jörg ter Vehn

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