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Markkleeberg Erste überdachte Brücke im Neuseenland wächst heran
Region Markkleeberg Erste überdachte Brücke im Neuseenland wächst heran
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07:00 02.06.2017
18 Meter Spannweite, drei Meter breit, in der Region einzigartig: Am Störmtaler See wird seit dieser Woche die erste überdachte Brücke des Neuseenlandes montiert. Quelle: André Kempner
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Grosspösna

Der Name „Gösel-Canyon“ verheißt Großes. Aber auch wenn der namensgebende Bach, der bei mehreren Hochwassern sein Bett Richtung Störmthaler See mächtig ausspülte und den tiefen Graben schuf, meist nur wenig Wasser führt, so ist doch die neue Brücke über den „Canyon“ etwas Besonderes im Neuseenland: Sie ist überdacht, erinnert damit eine wenig an Gebirgsregionen, wo ähnliche Bauwerke über reißende Bäche führen. Seit dieser Woche wird die Brücke montiert.

Nach Informationen der Gemeindeverwaltung Großpösna soll das Bauwerk am 5. Juli freigegeben werden. Anfang des Jahres hatten die Bauherren der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) als zuständige Tagebausanierer noch Ende Mai als Termin genannt. Auf jeden Fall werde die Brücke aber noch vor dem Sommer fertig, hieß es damals.

Die Holz-Stahl-Konstruktion hat eine Spannweite von 18 Metern, zwischen den Geländern ist eine Breite von drei Metern vorgesehen. „Durch die Konstruktion kann einerseits ökonomisch und ressourcenschonend gebaut werden, andererseits erhält man eine transparente, leichte Konstruktion, die sich harmonisch in die Naturlandschaft einfügt“, heißt es in der Beschreibung der Pläne.

Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) freut sich über das Bauwerk. Sie habe sich zwar lieber eine Hängebrücke am See gewünscht, aber die Konstruktion der Widerlager dafür wäre zu teuer gewesen. Die überdachte Brücke sei auch „sehr schön“ geworden, auf jeden Fall etwas Besonderes.

Streng genommen ist die Zukunft des Bauwerks, das als Ersatz der bei den Hochwassern weggeschwemmten alten Göselbrücke nun gebaut wird, sogar ungewiss. Die LMBV hatte Anfang des Jahres betont, dass es als „Interim“ entsteht. Hintergrund: An der Führung der hochwassergefährlichen Gösel wird seit geraumer Zeit geplant, damit auch an der Art und Weise, wie sie künftig in den See münden soll. Zugleich mussten Radfahrer und Fußgänger in den letzten Jahren aber unangenehme Umwege über die viel befahrene Kreisstraße 241 in Kauf nehmen, wenn sie den eigentlich fertig gestellten Seerundweg nutzen wollten – wegen der fehlenden Brücke. Lantzsch betont daher, sie wolle sich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass das neue Bauwerk bleiben kann.

Gefeiert werden soll die Einweihung am 5. Juli abends auf jeden Fall. Zwei Radfahrergruppen sollen sich an dem Tag auf den Weg machen: Eine trifft sich 18 Uhr am neuen Parkplatz am alten Aussichtspunkt des Sees, die andere zeitgleich am Dispatcherturm. Bürgermeisterin Lantzsch und Seemanager Mathias Rensen führen jeweils eine Gruppe an, informieren unterwegs über die Pläne zur weiteren touristischen Entwicklung.

Gegen 19 Uhr treffen sich die Gruppen zur Einweihung an der Brücke, wo ein Geologe aus den Reihen des Vereins für Erdgeschichte die Besonderheiten des Göselgrabens erläutert, der Einblicke bis in die Zeit des Tertiär ermöglicht.

Von Jörg ter Vehn

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