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Erster Spatenstich fürs neue Sportbad am Bahnhof

Erster Spatenstich fürs neue Sportbad am Bahnhof

Mit dem ersten Spatenstich für das Sportbad am Markkleeberger Bahnhof ist gestern Nachmittag der Startschuss für das größte Neubauvorhaben im Sportstättenbereich in Sachsen gefallen.

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Symbolischer Akt: Bernd Klose, Karsten Schütze, Wolfgang Klinger, Oliver Fritzsche und Michael Wilhelm (v.l.) gestern beim ersten Spatenstich in Markkleeberg.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Bis Ende 2016 soll das einschließlich Umbau des Bahnhofsgebäudes 7,1 Millionen Euro teure Projekt fertig sein, die ersten Gäste im 25-Meter-Becken ihre Bahnen ziehen können.

"Heute ist wirklich ein besonderer Tag. Ein Vorhaben in dieser Größenordnung baut man nicht oft", sagte OBM Karsten Schütze (SPD) zu den zahlreichen Gästen, darunter Staatssekretär Michael Wilhelm vom sächsischen Innenministerium, der Vize-Präsident der Landesdirektion, Michael Feist, der 1. Beigeordnete des Landkreises, Wolfgang Klinger, CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche und Alt-OMB Bernd Klose. Der Rathauschef erinnerte an den langen Vorlauf, an den ersten, abgelehnten Fördermittelantrag von 2010, den zweiten, von Erfolg gekrönten 2012 und die mit einigen Hürden gespickte Feinplanung.

"Der Freistaat steuert mit den noch einmal aufgestockten 2,3 Millionen Euro eine Riesensumme an Fördermitteln bei", erklärte Schütze. Dass sich Markkleeberg für ein teures Edelstahlbecken statt des ursprünglich geplanten Betonbeckens entschieden habe, "liegt aber nicht daran, dass wir nicht wissen, wohin mit unserem Geld", sagte er schmunzelnd, vielmehr gehe es um Nachhaltigkeit. "Deshalb haben wir uns für die Planung viel Zeit gelassen, sind jedes noch so kleine Detail immer wieder durchgegangen. Auch wenn uns natürlich klar ist, dass der dauerhafte Betrieb eines Sportbades immer auf Zuschüsse angewiesen sein wird", betonte Schütze.

Wilhelm, der im Dezember 2013 den Fördermittelbescheid übergeben hatte, sagte: "Endlich kann es losgehen. Das Sportbad in der sächsischen Kanu-Hauptstadt wird die Lebensqualität deutlich erhöhen. Schulen, Vereine und Freizeitsportler stehen in den Startlöchern." Er lobte die zentrale Lage am Verkehrsknoten von S-Bahn und Bus. Zudem erneuerte der einstige Leistungsschwimmer sein vor anderthalb Jahren gegebenes Versprechen, mit Schütze bei der Eröffnung ins Becken zu springen.

Um den avisierten Termin Oktober/November 2016 halten zu können, will Schütze den Winter abbestellen. "Wenn der Rohbau bis zum Dezember 2015 stehen soll, damit der Innenausbau zügig beginnen kann, wäre das hilfreich", meinte er. Gebaut wird das Sportbad in 37 Losen von Firmen aus der Region.

Nichts für die Bikini-Figur, aber eine leckere Idee war die Sportbad-Torte, die die Bäckerei Wendl (siehe Foto) zum ersten Spatenstich mitbrachte. Wendl wird im Bahnhof, dem Eingang zum Bad, übrigens ein Café mit Freisitz betreiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2015
Ulrike Witt

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