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Erweiterung des Gymnasiums ab dem Frühjahr geplant

Fördergeld übergeben Erweiterung des Gymnasiums ab dem Frühjahr geplant

Freude im Gymnasium: Staatsministerin Petra Köpping (SPD) überbrachte am Donnerstagmorgen den Fördermittelbescheid über knapp 700 000 Euro für die Gymnasiums-Erweiterung. Wie berichtet, soll wegen wachsender Schülerzahlen vor der August-Bebel-Halle ein Neubau für vier Klassen- und ein Lehrerzimmer errichtet werden.

Fördergeld übergeben: Petra Köpping mit Bürgermeister Jens Spiske, Landtagsmitglied Oliver Fritzsche, Landrat Henry Graichen und Schulleiter Thomas Schönfeldt (v.l.).

Quelle: Jörg ter Vehn

Markranstädt. Freude im Gymnasium: Staatsministerin Petra Köpping (SPD) überbrachte am Donnerstagmorgen den Fördermittelbescheid über knapp 700 000 Euro für die Gymnasiums-Erweiterung. Wie berichtet, soll wegen wachsender Schülerzahlen vor der August-Bebel-Halle ein Neubau für vier Klassen- und ein Lehrerzimmer errichtet werden.

Köpping erinnerte an die Zeit, da sie als Landrätin im Leipziger Land die Schließung einiger Schulen mitverfolgte, und auch an den Kampf um den Erhalt der Gymnasien in Schkeuditz und Markranstädt. Bekanntlich wurden die beiden Häuser 2002 mangels Schülern zusammengelegt - ein einzigartiger Vorgang damals in der Region. Jetzt freue sie sich, dass schon wieder in den Ausbau des Hauses Markranstädt investiert werde, sagte Köpping.

Das Fördergeld stammt aus dem rund 800 Millionen schweren Programm „Brücken in die Zukunft“, das der Landtag beschlossen hatte. Als Landtagsabgeordneter der Region betonte Oliver Fritzsche (CDU) die „tolle Entwicklung“ zurück zur Eigenständigkeit beider Häuser. Nach dem Beschluss des Stadtrates Markranstädt im Juni und der Zustimmung des Kreises Nordsachsen, das Träger der Schkeuditzer Einrichtung ist, muss nun nächste Woche noch der Stadtrat Schkeuditz zustimmen. Geplant ist, dass die Gymnasien ab dem Schuljahr 2018/19 wieder selbstständig werden.

Beide Häuser seien mit je rund 640 Schülern auf einem guten, gesicherten Weg, meinte dazu Schulleiter Thomas Schönfeldt. Er dankte allen politischen Akteuren, die nach der Jahrtausendwende mit der Zusammenlegung um den Erhalt der Häuser gekämpft hatten. Das sei damals eine gute Entscheidung gewesen. Heute gebe es neue Entwicklungen, müsse es neue Entscheidungen geben. So benötige das stetig wachsende Haus Markranstädt die neuen Klassenräume eigentlich schon zum nächsten Schuljahr.

Bauamtsleiter Sven Pleße musste allerdings noch um ein wenig Geduld bitten. Aktuell sei der Bauantrag gestellt, gebe es gute Gespräche mit dem Bauordnungsamt des Kreises als genehmigender Behörde. Nach Pleßes Worten wird im Dezember mit der nötigen Genehmigung für den Neubau gerechnet. Nach Ausschreibung und Vergabe hofft Pleße auf einen Baustart im nächsten Frühjahr und rund ein Jahr Bauzeit.

Bürgermeister Jens Spiske (FWM) betonte den enormen Aufwand, den der Betrieb eines Gymnasiums mit sich bringe, und die hohen Investitionskosten. Die Stadt könne daher die 700 000 Euro Fördergeld des Freistaates gut gebrauchen. Wie berichtet, wird der Bau mit Eigenmitteln der Stadt insgesamt rund 1,4 Millionen Euro teuer. Hinzu kommen noch 70 000 Euro Kosten für den Umbau der benachbarten August-Bebel-Halle.

Landrat Henry Graichen (CDU) erklärte, aus dem Förderprogramm kämen rund 31 Millionen Euro im Kreis an. Weit über die Hälfte davon seien bislang in Kitas und Schulen geflossen. Der Name „Brücken in die Zukunft“ sei auch in diesem Fall Programm.

Von Jörg ter Vehn

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