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"Es ist ein unvergleichliches Glück, so etwas gestalten zu können"

"Es ist ein unvergleichliches Glück, so etwas gestalten zu können"

Wenn Siegfried Hahn zum Hafen hinunterfährt, strahlt er. "Der B-Plan 27 ist mein Baby. Es ist ein unvergleichliches Glück, so etwas gestalten zu können", sagt der 71-Jährige.

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Zufrieden mit seinem Lebenswerk: Bauingenieur Siegfried Hahn am Technischen Hafen.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Von 1991 bis 2009 saß Hahn als Bauamtsleiter im Rathaus, hat mit Herbert Ehme die Entwicklung Zwenkaus geprägt. Danach heuerte er beim Projektsteuerer und Eigentümer, der Sächsischen Seebad Zwenkau (SSZ), an. Ende des Jahres soll nun Schluss sein, will sich Hahn aus der aktiven Arbeit zurückziehen.

"Irgendwann merkt man, 150 Stunden im Monat sind zu viel. Und wenn ich was mache, dann ganz", sagt der Unruheständler. Auch wenn die Augen noch immer blitzen, seine unbändige Freude an der Aufgabe zu spüren ist. Hahn hat in den vergangenen Jahren die auftraggeberseitige Bauleitung für die Ferienwohnanlage am Sporthafen und den vierten Bauabschnitt hinter der Ostsiedlung, wo inzwischen die Häuser aus dem Boden schießen, inne gehabt. Der Technische Hafen soll nun unwiderruflich sein letztes Projekt gewesen sein. Und das steht vor der Vollendung.

"Der Technische Hafen ist zu 95 Prozent fertig", sagt er und schaut von seinem Schreibtisch im SSZ-Büro nach draußen. Kran, Bootswaschplatz, Hafenmeister-Container, 289 flexible Stellplätze für PKWs, Wohnmobile und Boote sind seit 2013 entstanden, die Beleuchtung betriebsbereit, die Grünanlagen komplett. "Nur die Schranken und die Kassenautomaten fehlen noch", erklärt er. 1,5 Millionen Euro seien in den Technischen Hafen geflossen. Eigentlich sollte der schon 2014 fertig sein. Als klar war, dass der Tagebausanierer LMBV den See erst 2015 freigegeben wird, habe die SSZ das Tempo gedrosselt.

"Im Moment läuft die beschränkte Ausschreibung für die Steganlagen. Am Donnerstag ist Submission. Ich bin gespannt, in welchem Preissegment wir für die 210 Wasserliegeplätze ankommen", sagt Hahn. Er gehe von einer Größenordnung um eine Million Euro aus. "Alles privates Geld", betont er. Investoren seien die Merckle-Gruppe aus Baden-Württemberg und die Wacht-Gruppe aus Rheinland-Pfalz. "Insgesamt sind von privater Seite über 40 Millionen Euro ins Südufer gesteckt worden, auch von der SSZ und Häuslebauern. Hinzu kommen noch mal rund sechs Millionen Euro Fördermittel", erläutert Hahn. Dass das Projekt so erfolgreich ist, sei ein Riesenglück für die Stadt. "Und für mich", schiebt er schmunzelnd hinterher.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.11.2014
Ulrike Witt

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