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Es kann der Frömmste nicht ...

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Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Es scheint, als ob schon Friedrich Schiller, der dieses Zitat in seinem Wilhelm Tell untergebracht hat, Probleme mit seinen Nachbarn hatte.

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Wiedergewählt: der Markkleeberger Friedensrichter Norbert Leubner.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Von solchen Streitigkeiten kann Norbert Leubner ein Lied singen. Er ist bereits seit fünf Jahren Friedensrichter in Markkleeberg.

Und er hat schon vieles erlebt: Streitigkeiten wegen Grenzhecken und Baumüberhang, Auseinandersetzungen wegen Zahlungsansprüchen und Beleidigungen. Bis zu 30 Einwohner suchen pro Jahr seine Sprechstunden auf, um sich Rat zu holen. „Wenn jemand kommt, ist der Leidensdruck bei ihm schon recht hoch“, erklärt Leubner. Meist sind die Probleme jedoch schnell erledigt, doch in einigen Fällen kommt es auch zur Schiedsverhandlung, in der beide Parteien mit seiner Hilfe nach einer Lösung suchen. Die von der Stadt eingerichtete Schiedsstelle ist ein Ehrenamt, Juristen dürfen sie nicht besetzen. „Friedensrichter müssen nicht mit dem juristischen Hintergrund ausgestattet sein, sondern brauchen gesunden Menschenverstand“, sagt Leubner. Zwar müsse er auch ab und zu im Nachbarschaftsrecht oder in der Baumschutzsatzung nachlesen, vieles wisse er aber bereits so.

Oft kommen Bürger zu Leubner, die keine Möglichkeit mehr sehen, alleine mit ihren Nachbarn eine Einigung zu finden. Meist hilft ein Rat über weitere Schritte, manchmal ziehen sich diejenigen, die Hilfe suchen, aber zurück und unternehmen gar nichts. In etwa vier Fällen pro Jahr müssen die zerstrittenen Parteien zu einer Schiedsverhandlung zusammenkommen, „aber bisher haben alle einen Kompromiss gefunden“. Leubner ist davon überzeugt, dass sich allerdings viele vor dem Schritt scheuen würden, weil sie glauben, auch damit nichts mehr ausrichten zu können. Der Erfolg spricht für den Friedensrichter: Eine gerichtliche Auseinandersetzung gab es nach seinem Einschalten noch nie.

Eigentlich ist Leubner Gutachter für Immobilien, doch für Recht hat er seit Langem ein Faible. Bevor er die Stelle in Markkleeberg bekam, war er fünf Jahre lang Schöffe am Verwaltungsgericht in Leipzig. Gemeinsam mit dem hauptamtlichen Richter bewertete er dort die Höhe des Strafmaßes in zahlreichen Strafverfahren.

Damit Leubner als Friedensrichter tätig sein kann, braucht er vor allem eines: eine ruhige Art. „Es ist ganz wichtig, allen, die kommen, Respekt entgegenzubringen und neutral zu bleiben“, macht Leubner deutlich. Partei dürfe er nicht ergreifen. Außerdem müsse er das vorgetragene Problem auf eine sachliche Ebene stellen und Emotionen außer acht lassen. Schwieriger geworden seien seine Fälle in den vergangenen Jahren nicht, auch die Zahl der Ratsuchenden habe sich nicht erhöht. Lediglich Schiedsverhandlungen zum Thema Beleidigungen hätten zugenommen, ansonsten habe „die Toleranz unter Nachbarn weder zu- noch abgenommen“.

Markkleeberg. Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Es scheint, als ob schon Friedrich Schiller, der dieses Zitat in seinem Wilhelm Tell untergebracht hat, Probleme mit seinen Nachbarn hatte. Von solchen Streitigkeiten kann Norbert Leubner ein Lied singen. Er ist bereits seit fünf Jahren Friedensrichter in Markkleeberg.

Und er hat schon vieles erlebt: Streitigkeiten wegen Grenzhecken und Baumüberhang, Auseinandersetzungen wegen Zahlungsansprüchen und Beleidigungen. Bis zu 30 Einwohner suchen pro Jahr seine Sprechstunden auf, um sich Rat zu holen. „Wenn jemand kommt, ist der Leidensdruck bei ihm schon recht hoch“, erklärt Leubner. Meist sind die Probleme jedoch schnell erledigt, doch in einigen Fällen kommt es auch zur Schiedsverhandlung, in der beide Parteien mit seiner Hilfe nach einer Lösung suchen. Die von der Stadt eingerichtete Schiedsstelle ist ein Ehrenamt, Juristen dürfen sie nicht besetzen. „Friedensrichter müssen nicht mit dem juristischen Hintergrund ausgestattet sein, sondern brauchen gesunden Menschenverstand“, sagt Leubner. Zwar müsse er auch ab und zu im Nachbarschaftsrecht oder in der Baumschutzsatzung nachlesen, vieles wisse er aber bereits so.

Oft kommen Bürger zu Leubner, die keine Möglichkeit mehr sehen, alleine mit ihren Nachbarn eine Einigung zu finden. Meist hilft ein Rat über weitere Schritte, manchmal ziehen sich diejenigen, die Hilfe suchen, aber zurück und unternehmen gar nichts. In etwa vier Fällen pro Jahr müssen die zerstrittenen Parteien zu einer Schiedsverhandlung zusammenkommen, „aber bisher haben alle einen Kompromiss gefunden“. Leubner ist davon überzeugt, dass sich allerdings viele vor dem Schritt scheuen würden, weil sie glauben, auch damit nichts mehr ausrichten zu können. Der Erfolg spricht für den Friedensrichter: Eine gerichtliche Auseinandersetzung gab es nach seinem Einschalten noch nie.

Eigentlich ist Leubner Gutachter für Immobilien, doch für Recht hat er seit Langem ein Faible. Bevor er die Stelle in Markkleeberg bekam, war er fünf Jahre lang Schöffe am Verwaltungsgericht in Leipzig. Gemeinsam mit dem hauptamtlichen Richter bewertete er dort die Höhe des Strafmaßes in zahlreichen Strafverfahren.

Damit Leubner als Friedensrichter tätig sein kann, braucht er vor allem eines: eine ruhige Art. „Es ist ganz wichtig, allen, die kommen, Respekt entgegenzubringen und neutral zu bleiben“, macht Leubner deutlich. Partei dürfe er nicht ergreifen. Außerdem müsse er das vorgetragene Problem auf eine sachliche Ebene stellen und Emotionen außer acht lassen. Schwieriger geworden seien seine Fälle in den vergangenen Jahren nicht, auch die Zahl der Ratsuchenden habe sich nicht erhöht. Lediglich Schiedsverhandlungen

Die nächsten Sprechstunden bietet Norbert Leubner am 7. und 21. September jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr im Technischen Rathaus, Raschwitzer Straße 34a, Raum 507 an. Wer das zeitlich nicht schafft, kann sein Anliegen auch an schiedsstelle@markkleeberg.de mailen.

Julia Tonne

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