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Markkleeberg Es knattert und tuckert wieder
Region Markkleeberg Es knattert und tuckert wieder
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15:48 01.07.2011
Letztes Polieren der Oldtimer: Höhepunkt des diesjährigen Treffens ist an beiden Tagen die Sonderschau „Traktoren Marke Eigenbau und Scheunenfunde“. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Wahre Schätze ruhen in unzähligen Ställen und Scheunen, sie wollen nur poliert und wieder fahrtüchtig gemacht werden. So jedenfalls sieht es Marc Nürnberger. Der Vorsitzende des Vereins Lanzfreunde Sachsen organisiert zusammen mit Vereinsmitgliedern am kommenden Wochenende das mittlerweile 15. Bulldog- und Schleppertreffen auf dem Agra-Gelände. Höhepunkt ist an beiden Tagen die Sonderschau „Traktoren Marke Eigenbau und Scheunenfunde“.

„Aus allem, was knatterte und tuckerte, bauten sich pfiffige Bastler die kuriosesten Maschinen“, sagt Nürnberger. Den Motor gab es da, die Räder dort, Achsen an ganz anderer Stelle. Heraus kam ein Gefährt, das vielleicht ungewöhnlich aussah, aber dennoch seinen Dienst auf den Feldern versah wie die Originale. Allerdings werden auch von diesen unzählige zu bestaunen sein. So manch ein Traktor – in fast allen Teilen im Original erhalten – feiert gar in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Denn 1921 wurde der Lanz-Bulldog mit zwölf PS bei der Deutschen Landwirtschaftsausstellung Leipzig erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Heute sind die Oldtimer zwar alt, aber noch immer voll funktionstüchtig und rüstig auf den Reifen.

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Nürnberger erwartet beim Treffen unter dem Motto „Bulldog, Dampf und Diesel“ rund 1000 Fahrzeuge und 10 000 Besucher. Viele Traktorenbesitzer muten ihren Gefährten gar hunderte Kilometer zu, denn „für die meisten von ihnen ist das Gelände hier etwas ganz Besonderes“, begründet der Vereinsvorsitzende den Ansturm aus Österreich, der Schweiz und Holland. Die „Technikveteranen“, zu denen auch Dampfmaschinen, Lokomobile und Dampfwalzen gehören, werden jedoch nicht nur ausgestellt, sondern sind auch in Aktion zu bestaunen. Unter anderem werden mit ihnen Dreschmaschinen und Steinbrecher angetrieben oder Baumstämme gezogen.

Das Treffen beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr mit einem Frühschoppen im Festzelt. Den ganzen Tag über gibt es Vorführungen, können die Besucher fachsimpeln und beim Schrauben zugucken. Wer ohne Traktor kommt, aber Ambitionen hat, mit einem nach Hause zu fahren, kann sich auf dem riesigen Ersatzteilmarkt mit den passenden und notwendigen Teilen eindecken und sich fachkundige Hilfe für das Zusammenbauen suchen. Der Eintritt kostet jeweils fünf Euro.

Julia Tonne

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