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Markkleeberg „Es wird eine harte Zeit für uns alle“
Region Markkleeberg „Es wird eine harte Zeit für uns alle“
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00:09 13.03.2018
Blühende Bäume im Frühling, Wasserspiele und Sitzmöglichkeiten werden in Zukunft den Bahnhofsvorplatz verschönern. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Markkleeberg bekommt in den nächsten Jahren eine neue Mitte, die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Zentrums beginnen in Kürze (die LVZ berichtete). Zwei Bürgerversammlungen mit Infos zum Geschehen in der Rathausstraße sowie in der Friedrich-Ebert-Straße fanden am Mittwoch und Donnerstag im Rathaus statt.

„Das vorliegende Ergebnis ist ein sehr langer Prozess gewesen“, sagte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) am Donnerstag. Bevor die Bauarbeiten im Detail vorgestellt wurden, präsentierte Frank Großkopf vom Dresdener Büro Querfeld Eins den Siegerentwurf des landschaftsarchitektonisch-städtebaulichen Wettbewerbs von 2015, „um die Pläne und Entwicklungen zu visualisieren“.

„Ziel war eine einheitliche Gestaltung der Innenstadt vom Rathaus bis zur Rathaus-Galerie und den angrenzenden Arealen“, erklärte er. Der Bahnhofsvorplatz solle durch eine Freitreppe und Wasserspiele mit Möglichkeiten für Kinder zum Herumtollen sowie blühende und immergrüne Pflanzelemente an Attraktivität gewinnen.

Blühende Bäume im Frühling, Wasserspiele und Sitzmöglichkeiten werden in Zukunft den Bahnhofsvorplatz verschönern. Quelle: Kempner

Bevor die Markkleeberger dort flanieren können, stehen aber umfangreiche Straßenbauarbeiten ins Haus. Am 16. April starten sie in der Rathausstraße zwischen Haupt- und Friedrich-Ebert-Straße. Torsten Kröll von den Leipziger Wasserwerken stellte die etappenweise Erneuerung der Trinkwasserleitungen und eine Besonderheit vor. Die Freifläche auf dem Südplatz bekommt einen schicken Trinkbrunnen aus Granit. Mitte bis Ende August wollen die Wasserwerke fertig sein. Im Juli beginnt die Stadt von der Hauptstraße aus kommend Richtung Friedrich-Ebert-Straße mit dem grundhaften Ausbau. Im Februar nächsten Jahres soll alles fertig sein.

An der jetzigen Verkehrsführung in der Rathausstraße werde sich nichts ändern, sagte Schütze auf Nachfrage aus dem Publikum. Auch der Busverkehr, über den lange diskutiert wurde, bliebe. „Wir haben viel und lange über unser Hauptziel, die Aufenthaltsqualität, nachgedacht, um allen Anforderungen gerecht zu werden“, beantwortete Schütze die Frage, ob es denn nicht möglich gewesen sei, die Rathausstraße komplett verkehrsfrei zu gestalten. Eine eierlegende Wollmilchsau gebe es leider nicht.

24 Prozent der Kosten werden umgelegt

Für die Neugestaltung werden gemäß Kommunalabgabengesetz die Anlieger zur Kasse gebeten. Laut Straßenausbaubeitragssatzung wäre in der Rathausstraße als innerörtlicher Durchfahrtsstraße eine Beteiligung von 50 Prozent möglich. Markkleebergs Stadträte hatten sich aber schon vor Jahren entschieden, es bei 24 Prozent der Baukosten zu belassen, um Anwohner nicht zu stark zu belasten. Bei der Rathausstraße würden je nach Grundstücksgröße und Art der Bebauung im Schnitt 6,50 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche erwartet, erklärte Tiefbauamtsmitarbeiter Sebastian Schöne. Umgelegt würden nur die Kosten, die Markkleeberg entstehen.

In der Friedrich-Ebert-Straße geht es im ersten Abschnitt von der Breitscheid- zur Energiestraße schon am 19. März mit den Arbeiten der Wasserwerke los. Hier werden die Schienen der eingestellten Linie 9 entfernt, die Trinkwasserleitung sowie ein Mischwassersammler erneuert. Der komplette Verlauf, so die Prognose, soll spätestens 2020 wieder befahrbar sein.

Zahlreiche zeitweise Vollsperrungen werden in den nächsten Monaten viel Geduld von den Verkehrsteilnehmern erfordern.„Es wird eine harte Zeit und eine große Belastung für uns alle“, sagte der Oberbürgermeister.

Anwohner hätten jedoch immer die Möglichkeit, sich mit den jeweils beteiligten Baufirmen und Bauleitern direkt und aktuell über Zufahrtsmöglichkeiten zu ihren Grundstücken abzustimmen.

In der Friedrich-Ebert-Straße beginnen die Arbeiten am 19. März. Quelle: Andre Kempner

Die Sperrungen in der Übersicht:

In den nächsten Monaten werden in den jeweiligen Bauabschnitten rund um die „Neue Mitte“ Straßensperrungen und Umleitungen für Behinderungen im Straßenverkehr sorgen. Noch vor Baubeginn bekommen Anwohner und Hauseigentümer die Kontaktdaten der jeweils vor Ort verantwortlichen Baufirmen. Die Informationen werden, verspricht Pressesprecher Daniel Kreusch, verteilt.

– Am Montag, dem 19. März, wird nach Informationen aus dem Rathaus die Kreuzung Breitscheid-/ Friedrich-Ebert-Straße für vier Wochen voll gesperrt. Die Verbindung zwischen Goethesteig und Koburger Straße, das betrifft insbesondere Autofahrer, die zur B 2 wollen oder von ihr abfahren, kommen an der Kreuzung nicht mehr durch. Wer auf der B 2 unterwegs ist, muss eine Umleitung über den Abzweig Seenallee fahren – die Koburger Straße ist über die Seenallee erreichbar.

– Die Bauarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße beginnen am 16. April und dauern, abhängig von der Witterung, bis zum Februar 2019. Um den Verkehrsfluss zu gewährleisten, werden an zwei Kreuzungen zusätzliche Ampeln eingerichtet, so Kreusch. Das betreffe ab 19. März die Energie- und die Koburger Straße sowie ab 16. April die Haupt- und die Dölitzer Straße.

– In die Zeit der Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße fällt das Bauvorhaben in der Rathausstraße, das ebenfalls zu Sperrungen führt. Der Kreuzungsbereich Haupt- und Rathausstraße ist ab 16. April für zwei Wochen gesperrt. Eine Umleitungsempfehlung wird noch bekannt gegeben.

– Die Kreuzung Rathaus- und Friedrich-Ebert-Straße ist im Zuge dieser Bauarbeiten nicht von Sperrungen betroffen. Die Friedrich-Ebert-Straße kann bis zur Energiestraße ungehindert befahren werden.

Von Gislinde Redepenning

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