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Markkleeberg "Europa darf sich nicht voneinander entfernen"
Region Markkleeberg "Europa darf sich nicht voneinander entfernen"
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12:57 17.01.2017
Eröffnung der neuen Ausstellung im Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain vor. Sabine Ebert , Michel Kothe und Henry Rauch schauen sich die Ausstellung an. Quelle: André Kempner

Drei Wochen vor den Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht ist damit ein weiteres Puzzleteil des Gedenkens komplett.

 In den vergangenen Monaten war der Rundweg von Museologie-Studenten der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur unter Leitung von Professor Markus Walz neu konzipiert worden. Jetzt wird das Leiden anhand eines Soldaten auf dem Schlachtfeld dargestellt, von Taktik und Waffenkunde über die militärmedizinische Versorgung und ziviles Engagement bis zum Schicksalsraum.

 "Die Völkerschlacht war eine Tragödie für die Soldaten und die Bevölkerung, aber es war auch das Auftaktsignal für den Sieg über Napoleon, die Beendigung der deutschen Kleinstaaterei und letztlich die europäische Einheit", erklärte Gey. Das Sanitäts- und Lazarettmuseum sei Mahnung, Krieg und Zerstörung nie wieder zu zu lassen. "Wir leben in Mitteleuropa seit 70 Jahren in Frieden, seit der friedlichen Revolution 1989 auch ohne militärische Konfrontation. Dennoch bleibt der Frieden gerade angesichts der Krise in Europa eine stete Herausforderung", so Gey.

 Stiftungsvorstand Seeger bekräftigte: "Europa darf sich auf keinen Fall wieder voneinander entfernen." Mehr als 100 000 Tote in dreieinhalb Tagen Volkerschlacht seien Mahnung genug. "Die Förderung des Museums war uns besonders wichtig, weil hier an die Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen erinnert wird", betonte Seeger. Die Kultur- und Umweltstiftung hatte den Umbau mit 15 000 Euro erst möglich gemacht. Finanzielle Unterstützung erhielt das Soziokulturelle Zentrum Kuhstall als Träger aber auch vom Kulturraum Leipziger Raum sowie Bestsellerautorin Sabine Ebert, die sich die Wiedereröffnung nicht entgehen ließ.

 Thomas Fröhlich, Vorsitzender des Kuhstall-Vereins und Geschäftsführer Peter Krümmel dankten den zahlreichen Helfern, darunter viele Ehrenamtliche, die mit ihren Ideen und ihrem unermüdlichen Einsatz zum Gelingen beigetragen hätten. "Wir sind stolz auf dieses Kleinod. Es beweist über die Gemeindegrenzen hinaus, dass Großpösna ein kulturvolles Dorf ist." Michél Kothe, Vorsitzender des Verbandes Jahrfeier Völkerschlacht, berichtete, dass es bereits unzählige Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet gebe. Er hofft, dass das moderne Konzept erheblich mehr Besucher als bislang in das kleine, aber idyllisch gelegene Haus in der Pfarrgasse lockt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2013

Ulrike Witt

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