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Experten: Wirtschaftlichkeit ist Maß der Dinge

Experten: Wirtschaftlichkeit ist Maß der Dinge

Noch ein halbes Jahr, dann geht der City-Tunnel in Betrieb. Höchste Zeit sich Gedanken über ein komplexes Verkehrskonzept für Markkleeberg zu machen, meinen die Linken und hatten am Dienstagabend zu einem Forum in den Lindensaal geladen.

Markkleeberg. Die Resonanz war verhalten. Dabei war das Podium mit LVB-Verkehrsmanager Holger Flache, Kreisdezernent Thomas Voigt, Bürgermeister Philipp Staude sowie den Landtagsabgeordneten Heike Werner und Enrico Stange (beide Linke) prominent besetzt.

"Wir brauchen ein attraktives Verkehrssystem, das wirtschaftlich, bezahlbar und ökologisch ist. Kernstück muss der öffentliche Personennahverkehr sein", erklärte Stadtrat Dieter Bormann. Neuralgische Punkte gebe es derweil so einige: die mangelhafte Ost-West-Verbindung, die schlechte Erschließung der Ortsteile, fehlende Parkplätze an den Seen, zu wenige Radwege und ein Verkehrsleitsystem.

"Es ist ja nicht so, dass nichts passiert ist. Verkehr ist nichts Statisches, Ziel- und Quellverkehre ändern sich", so Staude. Er halte ein komplexes Verkehrskonzept für sehr ambitioniert. "Eigeninteressen und Gemeinwohl sind schwer in Einklang zu bringen. Das haben wir bei der Frage der Verlängerung der Linie 11 im Stadtrat erlebt."

Dietmar Scholz von der Bürgerinitiative "Pro Straßenbahn" sprach sich erneut für den Erhalt der 9 aus. Verkehrsplaner Flache gab zu bedenken: "Eine Linie muss wirtschaftlich sein. Die 9 wird durch die S-Bahn bis zu 40 Prozent Fahrgäste verlieren. Zudem müsste in Gleise und Haltestellen investiert werden. Bis 2015 wird die 9 aber sicher noch fahren."

Voigt warf ein: "Es gibt die Möglichkeit, dass Kommunen Verkehr selbst finanzieren." Aber Markkleeberg diskutiere auf hohem Niveau. Andere könnten von so einer ÖPNV-Anbindung nur träumen. Ab Mitte Dezember würden fünf Züge pro Stunde in Markkleeberg halten, die Stadt damit zu einem wichtigen Knotenpunkt. "In zehn Minuten in Leipzig, besser geht's nicht. Und am Haltepunkt Nord wird der Leipziger Tarif gelten." Profitieren würden die Bürger auch von der Neuordnung der Buslinien 100, 107 und 108. Letztere werde deutlich verstärkt. Um Fördermittel nicht zu verschenken, müssten sich die Verantwortlichen auch Gedanken über den avisierten Elektrobus machen. Stichtag sei der Fahrplanwechsel 2014.

Ob die 9 über 2015 hinaus fährt, werde nächstes Jahr entschieden, wenn die Ergebnisse der großen MDV-Untersuchung vorliegen. Voigt versprach, nicht im stillen Kämmerlein Tatsachen zu schaffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Ulrike Witt

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