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Markkleeberg Fahrplan fürs Neuseenland steht - Charta feierlich unterzeichnet
Region Markkleeberg Fahrplan fürs Neuseenland steht - Charta feierlich unterzeichnet
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02:28 29.05.2015
Nach der Charta zeigen Gerhard Gey, Burkhard Jung und Michael Czupalla (vl.) auch an der Torte Zusammenarbeit. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg/Leipzig

An Bord der MS Markkleeberg auf dem Markkleeberger See erinnerte Gey an den langen und bislang in der Region einzigartigen Beteiligungsprozess, der zur Erarbeitung der Leitsätze für die Gewässerregion zwischen Bitterfeld und Borna führte. Die neun Thesen enthielten die Entwicklungsziele bis 2030, "und vielleicht ein bisschen darüber hinaus", sagte Gey. Sie hätte durch die Zustimmung der Kreis- und Stadträte schon jetzt eine gewisse Verbindlichkeit erreicht. Es sei aber auch geplant, sie in die Regionalplanung und in die Kreisentwicklungskonzeption aufzunehmen, sagte Gey. Dass trotzdem auf dem Zwenkauer See jetzt auch herkömmliche Motorboote fahren, "ist kein Widerspruch", sagte er. Das Ziel sei, bis 2030 mehr Elektromobilität zu erreichen. Die Charta sei der Kompass, der dahin führe.

Michael Czupalla vom Landkreis Nordsachsen, der wie Gey nach den nächsten Wahlen ausscheidet, dankte allen Beteiligten für die Zusammenarbeit an der Charta. "Wir sind dabei fest zusammengewachsen", sagte er, bezog auch Themen von Wirtschaftsförderung bis Tourismus mit ein.

Naturschutz, Wirtschaft, Klima, Kultur, Sport - "die Charta ist natürlich ein Konsenspapier", erläuterte Burkhard Jung. Aber es sei ein guter Kompromiss geworden. "Eigentlich fängt die Arbeit jetzt erst an, die Thesen auch mit Leben zu füllen", meinte er vor den Gästen, darunter der Chef der Landesdirektion Sachsen, Dietrich Gökelmann, viele Bürgermeister, am Charta-Prozess Beteiligte und Bürger.

In insgesamt neun Thesen sind die Ziele für die weitere Entwicklung festgehalten: Sie reichen von "Gewässer im Einklang von Mensch und Natur entwickeln" über "Einzigartige Naturlandschaft bewahren und erlebbar machen", die Inwertsetzung alter und neuer Landschaften bis zu "Freizeitgestaltung in ihrer Vielfalt ermöglichen". Breitensport und sportliche Höchstleistungen sollten gefördert, "höchste Baukultur als Bestandteil des Landschaftsumbaus" verwirklicht werden. Das Leipziger Neuseenland sei eine "Quelle kulturellen Lebens", seine Orte müssten "zu Fuß, mit Fahrrad, Bus, Boot, Bahn und Auto" zu entdecken sein. Vielfalt wird als Chance gesehen, entsprechend solle eine "qualitätsvolle, breit gefächerte Beteiligungskultur im Leipziger Neuseenland" gelebt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2015
Jörg ter Vehn

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