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Markkleeberg Fahrradkirche Zöbigker bekommt behindertengerechte Toiletten und Dusche
Region Markkleeberg Fahrradkirche Zöbigker bekommt behindertengerechte Toiletten und Dusche
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00:32 22.03.2018
Aaron Büchel-Bernhardt und Ingrid Diestel betrachten den Stand der Bauarbeiten an den Fundamenten fürs neue Dach der Fahrradkirche Zöbigker. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

Seit mehr als zehn Jahren arbeit die Martin-Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg-West am Projekt Fahrradkirche. Vieles ist geschafft, einiges ist in der alten, 1942 nach einem Schwelbrand im Orgelmotor ausgebrannten Dorfkirche noch zu tun. Schritt für Schritt geht es weiter.

Die Sanierung mit der Sicherung historischer Putze innen, nachträglich gebürsteter Kellenputz außen, die Einfriedung und Gestaltung des Außengeländes mit einer Trinkwassersäule und neuen Bänken gehören zu den Vorhaben, die auf dem Weg zu einer schmucken Lichtkirche mit einem Membrandach bereits realisiert worden sind.

Rund 40.000 Euro fließen dank bereitgestellter Fördermittel in diesem Jahr in die Wiederherstellung des Südanbaus mit einer behindertengerechten Sanitäranlagen und einer Dusche. „Die Toiletten brauchen wir nicht nur für unsere Veranstaltungsgäste, sondern auch für Besucher, die an den Wochenenden unser Gelände betreten“, erklärt Aaron Büchel-Bernhardt vom Verein der Freunde und Förderer der Fahrradkirche.

In ganz Zöbigker gebe es keine öffentlichen Toiletten. Sorge vor Vandalismus, einem unerwartet großen Ansturm und Verunreinigungen habe man erstmal nicht. „Entgegen aller Unkenrufe haben wir nur positive Erfahrungen mit der Öffnung unseres Geländes auch ohne Aufsicht gemacht, unsere Besucher haben weder Müll hinterlassen noch etwas beschädigt“, so Büchel-Bernhardt.

Baubeginn ist noch in diesem Jahr. 2019 steht die Anlage zur Verfügung. Auch Pilger, die auf dem Lutherweg oder der Via Imperii unterwegs sind, und in einem Pilgerzimmer in der Kirche nächtigen, sollen sie künftig nutzen. Doch das sei Zukunftsmusik.

Innerhalb der Kirchenmauern entstehen massive Fundamente und Betonriegel, die einmal die Holzständer für die deutschlandweit einzigartige Dachkonstruktion tragen sollen. „Das sieht dann aus wie ein Carport in der Kirche“ veranschaulicht Büchel-Bernhardt. Die freistehenden Mauern würden damit geschützt.

Wenn die Archäologen, die im geöffneten Boden noch akribisch nach historischen Überresten bis hin zu den Ursprüngen des Kirchenbaus um 1400 suchen, fertig sind (die LVZ berichtete), werden im Mittelgang wieder die alten Sandsteinplatten verlegt. Das Ende der Untersuchung sei nicht absehbar, die Firmen, die als nächste zum Einsatz kommen sollten, müssten sich in Geduld üben. „Dennoch sind wir dankbar, dass wir durch die Funde so viel über die Geschichte erfahren“, sagt Büchel-Bernhardt.

Die Saison wird am Ostermontag um 11 Uhr mit einem festlichen Freiluft-Gottesdienst eröffnet. Eingeladen sind dazu nicht nur Radfahrer.

Am Samstag, dem 14. April, geht es sicher turbulent zu. Dann trifft sich der Nachwuchs der Kitas Morgenland, Haus Abraham und Martin Luther, zum fröhlichen Fahrradfest.

Und an jedem zweiten Samstag im Monat findet der „Tag des offenen Tores“ statt.

Von Gislinde Redepenning

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