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Markkleeberg Fahrradwerkstatt im Caritas Kinder- und Jugenddorf eröffnet
Region Markkleeberg Fahrradwerkstatt im Caritas Kinder- und Jugenddorf eröffnet
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16:25 19.05.2015
Strahlende Gesichter: erste Reparatur in der neuen Fahrradwerkstatt. Quelle: André Kempner

Ohne Rad geht im Caritas Kinder- und Jugenddorf nicht viel. Die meisten fahren mit dem Drahtesel in die Schule. "Sind die Räder kaputt, haben wir ein logistisches Problem", so Leiterin Gabriele Fleck-Hartmuth. Vor einem guten halben Jahr hat sie das auch dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Karsten Schütze erzählt. Der 46-Jährige brachte damals vier Bälle als Weihnachtsgeschenk und wollte wissen, ob weiterer Hilfebedarf besteht. "Frau Fleck-Hartmuth verriet mir, dass sie davon träume, eine hauseigene Fahrradwerkstatt aufzubauen", erinnert sich Schütze, der inzwischen Oberbürgermeisterkandidat ist.

Mitte April nutzte er die Gunst der Stunde und sprach Volker Große, Geschäftsführer von Little John Bikes, beim Wirtschaftsempfang an. Wenig später gab es ein Treffen in der Filiale Städtelner Straße 58. Mit Fleck-Hartmuth vereinbarte Große, dass größere Reparaturen von Little John Bikes übernommen werden, er spezielle Ersatzteile liefert und das Unternehmen im Notfall auch Ersatzräder zur Verfügung stellt. "Es gibt so viel Leid auf der Welt, wenn wir irgendwo helfen können, sind wir dabei", begründete Große gestern sein soziales Engagement.

Zur Einweihungsparty brachte er einen nagelneuen Werkzeugkoffer mit. In der Fahrradwerkstatt im Keller kam der sofort zum Einsatz. Mechaniker Hendrik Gaitzsch, der ab sofort dienstags von 16 bis 18 Uhr vor Ort ist, hatte gleich einen ersten Reparaturauftrag, einen defekten Schlauch.

Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen wurde im Garten später geplaudert. Und dabei neue Ideen geboren. So könne sich Große vorstellen, dass Jugendliche ein Praktikum bei ihm absolvieren. "Noch bilden wir in Markkleeberg nicht aus, aber auch das wäre perspektivisch eine Option." Zudem sei es möglich, dass ältere Dorfbewohner an geführten Radtouren teilnehmen. "Da lässt sich noch einiges machen. Mal sehen, was die Zukunft bringt", meinte Große.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.07.2013

Ulrike Witt

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