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Markkleeberg Fahrten durch den Floßgraben ab Sonnabend
Region Markkleeberg Fahrten durch den Floßgraben ab Sonnabend
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14:05 19.05.2015
Naturschauspiel: Ab Sonnabend lässt der Markkleeberger Reeder Rainer Kehr seine gewässerangepassten Leipzig-Boote wieder durch den Floßgraben, hier ein Teil in Markkleeberg, zwischen Cospudener See und Stadthafen fahren. Quelle: André Kempner

Wie Kehr mitteilte, sei dies nur die halbe Wahrheit. Denn ab Sonnabend dürfe sowieso wieder regulär von Leipzig über das Gewässer bis zum Cospudener See gefahren werden, sagte er. Das bestätigte gestern die Stadt auf Anfrage.

Wie berichtet, war per Allgemeinverfügung das Befahren des die Städte verbindenden Floßgrabens mit Motorbooten während der Brutzeit des streng geschützten Eisvogels verboten worden. Diese Regelung galt zunächst bis Mitte August, wurde dann wegen der fortgesetzten Brut verlängert bis 5. September. Von einer weiteren Verlängerung war gestern in der Stadt nichts bekannt. Man warte aber noch auf einen Bericht des Professors zu den Tieren, hieß es.

Bei Kehrs kleinem Schifffahrtsbetrieb liefen unterdessen die Telefone heiß. "Die Leute haben zum Teil schon vor Monaten eine Tour gebucht, teils mit Gutscheinen bezahlt und wollen natürlich wissen, was nun los ist", sagte er gestern.

Nach seiner Sicht ende die Sperrung des Floßgrabens wie in der Allgemeinverfügung angegeben am Freitag. Es habe auch keine weiteren Gespräche dazu mit ihm seitens der Stadt gegeben, widersprach er anderen Darstellungen. Daher seien ab dem Sonnabend Touren geplant, die auch wie angekündigt durchgeführt würden.

Wegen des Buchungsstaus seien dies in der nächsten Zeit auch mehr Fahrten als sonst üblich. "Wir werden bis Ende Oktober noch zirka 40 Floßgraben-Querungen haben, also 20 Touren", so Kehr. Mit dem Ende der Allgemeinverfügung dürfen übrigens auch wieder Paddler den ganzen Tag über das Gewässer zwischen Connewitz und Markkleeberg befahren.

Der Ökolöwe hatte den Rückzug der Sondergenehmigung so gedeutet, dass auch künftig keine Boote mehr in der Brutsaison fahren dürfen. Kehr hofft hingegen, dass das Monitoring zu den Tieren im nächsten Jahr eine neue, für alle tragbare Regelung ermöglicht.

Unterdessen wurden in der Region eine Reihe von Eisvogel-Brutstellen bekannt, auch in der Nähe zu Mensch und Verkehr. Damit wäre die vom Aussterben bedrohte Art gar nicht mehr so selten wie behauptet. Eurapaweit gesehen haben sich laut Wikipedia die Bestände ohnehin leicht erholt, gilt die Art zwar als dezimiert, aber wenig bedroht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2014
Jörg ter Vehn

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