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Markkleeberg Fairtrade Town: Rundes Leder rollt im Testbetrieb
Region Markkleeberg Fairtrade Town: Rundes Leder rollt im Testbetrieb
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16:46 19.05.2015

Die Stadtverwaltung hat am Dienstagabend den ersten Sportvereinen diese so genannten Fair-Trade-Bälle mitgebracht. Damit geht die Stadt einen weiteren Schritt in Richtung "Fairtrade Town".

"Markkleeberg hat sich auf den Weg gemacht, eine Stadt des fairen Handels zu werden", betonte Sabine Baldauf, Gleichstellungsbeauftragte und Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade Town. Das bedeute, dass sowohl Verwaltung, als auch Einzelhändler und Gastronomen vereinzelte Produkte nutzen und anbieten, die unter "anständigen Bedingungen" hergestellt wurden - also ohne Kinderarbeit und unter nachhaltigen ökologischen sowie sozialen Aspekten.

Mit den Fußbällen will die Stadt nun die Sportler ansprechen, denen es um faire Spiele geht. "Das ist Fairplay im doppelten Sinne", erklärte Tommy Penk von der Steuerungsgruppe. Vor allem würden schon Kinder mit dem Thema vertraut gemacht. "Wenn sie erfahren, dass für viele Sportartikel und Textilien Kinder in anderen Ländern zur Arbeit gezwungen werden, stärken wir bei ihnen das Bewusstsein für diese Ungerechtigkeit", ergänzte seine Mitstreiterin Diana Bergmann.

Ob die Bälle nun das aushalten, was sie sollen, testen in den kommenden Monaten neben den Kickers der SV Eiche Wachau und der TSV 1886. Rückmeldungen erwartet Baldauf frühestens Ende der laufenden Saison. Doch sie ist zuversichtlich, dass die Sportler mit den jetzt kostenlos ausgegebenen Fuß- und Volleybällen so zufrieden sein werden, dass sie diese nicht mehr missen wollen. Der Preis jedenfalls werde wohl nicht gegen die fair gehandelten Bälle sprechen, sie sind mit etwa 20 bis 30 Euro nicht teurer als das herkömmliche runde Leder.

Bisher sind laut Baldauf fair gehandelte Produkte im Dritte-Welt-Laden in Leipzig und via Internet zu bekommen. Doch vielleicht sei es ja sogar denkbar, dass sich das ortsansässige Sportartikelgeschäft des Themas annehme.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Julia Tonne

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