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Markkleeberg Familien müssen ab 1. Januar mehr zahlen
Region Markkleeberg Familien müssen ab 1. Januar mehr zahlen
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15:01 19.05.2015
Den kleinen Mäusen in der Awo-Kita am Wasserturm sind die Kosten noch egal. Bei ihnen gilt: Hauptsache es schmeckt. Quelle: André Kempner

Grundlage für die zweite Erhöhung in Folge ist die Gebührensatzung der Stadt Markkleeberg vom 12. September 2012, mit der sich der Stadtrat nach siebenjähriger Pause und heftigen Diskussionen für eine jährliche Anpassung abhängig von der Entwicklung der Betriebskosten entschieden hatte. Und die sind im Jahr 2012 anders als 2011 in allen Betreuungsarten gestiegen, wie aus der Betriebskostenabrechnung hervorgeht, die Sozialamtsleiter Wolfgang Heinze vorgelegt hat. Sach- und Personalkosten sind dabei gleichermaßen betroffen.

Für die Eltern bedeutet dies, dass sie für eine neunstündige Betreuung in der Krippe beim ersten Kind künftig 179,49 Euro zahlen, bislang waren es 169,37 Euro. Das sind immerhin 10,12 Euro mehr im Monat. Geringer fällt der Anstieg beim Geschwisterkind aus. Statt 101,62 werden 107,69 Euro fällig, beim dritten Kind sind es mit 35,90 Euro noch 2,03 Euro mehr.

Mit durchschnittlich sieben Prozent am stärksten ist die Gebührenanhebung im Kindergartenbereich. Das erste Kind kostet bei ganztägiger Betreuung in einer der 14 Markkleeberger Kindereinrichtungen 111,40 Euro, in diesem Jahr waren es 103,62 Euro. Das zweite Kind schlägt mit 66,84 Euro zu Buche, bisher 62,17 Euro, und das dritte mit vergleichsweise moderaten 22,28 Euro, bisher 20,72 Euro.

Für werktags bis zu sechs Stunden Hortbetreuung zahlen die Markkleeberger Familien im neuen Jahr fürs erste Kind 69,26 Euro statt 65,32 Euro, fürs zweite 41,56 Euro statt 39,19 Euro und fürs dritte schließlich 13,85 Euro statt 13,06 Euro.

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) sieht den schwarzen Peter in dieser Sache beim Freistaat Sachsen. "Seit 2004 ist der Landeszuschuss pro Platz bei 150 Euro eingefroren. Dass die Betriebskosten in den zehn Jahren rasant gestiegen sind, wird in Dresden einfach ignoriert. Stattdessen werden Städte und Eltern immer stärker belastet", kritisiert der 47-Jährige die schwarz-gelbe Landesregierung. Von der ursprünglich im Kita-Gesetz verankerten Drittel-Finanzierung sei nichts übrig geblieben.

"Wir tragen als Kommune inzwischen zirka 68 Prozent der Kosten für einen Betreuungsplatz. So kann es nicht weitergehen", meint Schütze. Denn eines sei klar, auch die Familien könnten auf Dauer nicht immer mehr zur Kasse gebeten werden. Indes die Betriebskosten steigen und steigen. Ein Krippenplatz, der 2011 noch mit 787,78 Euro angesetzt wurde, kostete 2012 schon 834,83 Euro, ein Kindergartenplatz 390,88 Euro statt 363,59 Euro und ein Hortplatz 243,02 Euro statt 229,18 Euro.

Die FDP-Landtagsabgeordnete und Stadträtin Anja Jonas kann die Kritik nicht verstehen: "Der Freistaat hat sich doch schon am Bau der neuen Kitas mit Fördermitteln beteiligt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.12.2013
Ulrike Witt

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