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Markkleeberg „Faszination hautnah spüren“
Region Markkleeberg „Faszination hautnah spüren“
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18:34 19.06.2011
Fachleute unter sich: Manfred Raue und Hochschullehrer Jürgen Wenge (rechts). Quelle: Andr Kempner
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Markkleeberg

Bevor die Führungen durch die fünf Ausstellungskomplexe mit über 3000 Exponaten beginnen konnten, erinnerte Obmann Manfred Raue vor etlichen Gästen an die Mühen der letzten zehn Jahre.

„Wir haben im Mai 2001 im alten Hauptumspannwerk in Taucha angefangen. Viel Zeit und Kraft in den Aufbau der Sammlung gesteckt. Der besondere Reiz lag dort im Originalschauplatz aus dem Jahr 1940. Deshalb haben wir auch nicht gleich Hurra geschrien, als es hieß, wir ziehen nach Markkleeberg“, gestand der Ingenieur. Auch wenn in den neuen, funktionalen Räumlichkeiten der Enviam noch vieles zu tun sei, so hoffe er doch, dass die Bildungs- und Begegnungsstätte des VDE-Bezirksvereins Leipzig/Halle in Markkleeberg genauso gut, wie die in Taucha bis zum August 2010, angenommen wird.

Bei den Besuchern bestand daran kein Zweifel. „In meinem ersten Leben bis 1990 hatte ich beruflich mit Strom und Spannung zu tun“, erzählte Kultur- und Sozialamtsleiter Wolfgang Heinze. Insofern habe die Sammlung für ihn einen „großen nostalgischen Reiz“. Im Geräte- und Reglerwerk Leipzig war Heinze an der Entwicklung der „grünen Wellen“ beteiligt, die bis 1995 den Verkehr auf den Nord-Süd-Tangenten der Messestadt steuerten. „Wir freuen uns, dass der Gebäudekomplex nach zwei Jahren Leerstand wieder einem Nutzen zukommt und wir Ihren Verein jetzt in unserem Schoß haben“, so Heinze. Er ermunterte Raue, Kontakt mit Markkleeberger Schulen aufzunehmen. „Wir müssen gemeinsam versuchen, Interesse an technischen Berufen zu wecken. Es kann ja künftig nicht nur noch Rechtsanwälte geben.“

Unter den Gästen weilte auch der Leiter des Beruflichen Schulzentrums 7 in Leipzig-Eutritzsch, Thomas Graupner. „Als regionales Kompetenzzentrum für Elektro- und IT-Berufe geht es uns um zwei Dinge: Einerseits die Verbindung von Theorie und Praxis, andererseits können wir junge Leute für die Themen Energie und Umweltschutz sensibilisieren und so an Elektroberufe heranführen.“ Je früher damit begonnen werde, um so besser. „Und hier bei Ihnen kann man die Faszination der Elektrotechnik hautnah spüren“, so Graupner.

Angetan von der Elektrotechnischen Sammlung zeigte sich auch Jürgen Wenge von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). „Bis alles wieder fertig ist, wird es sicher noch ein bis zwei Jahre dauern. Dann haben unsere Studenten aber hervorragende Bedingungen. Deshalb wird die Sammlung ein festes Ziel unserer Exkursionen bleiben.“

Geöffnet ist die Ausstellung jeden letzten Freitag im Monat (außer Dezember) von 14 bis 18 Uhr. Andere Termine können unter Telefon 0341 1207490 vereinbart werden.

Ulrike Witt

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