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Feuerwehr sucht Nachwuchs

Feuerwehr sucht Nachwuchs

Trubel am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West: Ortswehrleiter Andreas Knoll und der Förderverein hatten zum Tag der offenen Tür in die Rosa-Luxemburg-Straße eingeladen.

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Unter den 400 Gästen waren am Samstag wieder viele junge Familien.

Quelle: Daniel Wendt

Markkleeberg. Der Schwerpunkt lag, wie so oft, auf der Nachwuchsgewinnung.

"Wir haben 22 Mitglieder in der Jugendwehr. Es könnten durchaus ein paar mehr sein", erklärte Jugendwart Sebastian Wiege. Er suchte das Gespräch mit den zahlreich erschienenen Familien. Besonders die Jüngsten bestaunten die moderne Technik, wagten sich auf die Drehleiter und übten den Löschangriff. "Drei Kinder haben konkretes Interesse gezeigt, immerhin", meinte Wiege am Nachmittag.

Niklas musste nicht überzeugt werden, er ist längst stolzes Mitglied. "Anderen helfen zu können, macht Spaß", so der Neunjährige. Er will den Kameraden treu bleiben. Dass der Vorsatz im Teenageralter oft ins Wanken gerät, weiß Wiege. "Sobald die Berufsausbildung ansteht, wird es eng." Manchmal seien es auch die Kumpels, die die Feuerwehr uncool finden.

Dabei sei der "Dienst" alles andere als langweilig. Auch die Freizeit komme nicht zu kurz. "Am 3. August fahren wir beispielsweise in unsere rumänische Partnerstadt Zarnesti", so Wiege. Mit dem dortigen Kinderheim verbinde sie eine gute Partnerschaft. "Diesmal wollen wir uns viel ansehen, natürlich gemeinsam mit den Rumänen", fügte er hinzu. Bei früheren Besuchen hätten sie viele Spenden, darunter Fahrräder, mitgenommen

Dass helfen verbindet, zeigte der Besuch von Ronny Wiesner, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Pegau. "Bei der Flut haben uns die Markkleeberger super unterstützt. Etliche kannten sich schon, aber so richtig schätzen gelernt, haben wir uns erst jetzt", so Wiesner.

Gewachsen ist auch das Vertrauen des Bürgermeisters. Wie berichtet, war Philipp Staude des Lobes voll über die Arbeit der Kameraden im Krisenstab. Wohl auch deshalb ließ sich der amtierende Rathauschef nicht lange bitten und machte beim Kistenstapel-Wettbewerb selbst mit Gurt eine gute Figur.

"Wir nehmen zwar nur Interessierte zwischen acht und 16 Jahren auf, aber bei uns ist wirklich jedes Talent gefragt. Einfach dienstags von 17 Uhr bis 18.30 Uhr melden", empfahl Jugendwart Wiege.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.07.2013

Ulrike Witt

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