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Markkleeberg Feuerwehrgewerkschaft: Fäden laufen in Markkleeberg zusammen
Region Markkleeberg Feuerwehrgewerkschaft: Fäden laufen in Markkleeberg zusammen
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00:37 15.06.2013
Gründeten die Landesgruppe Sachsen der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft: Micha Quäker, Uwe Knoll und Ingo Schäfer (von links). Quelle: André Kempner

Der Wahl zum Vorsitzenden war zunächst die Gründung der Landesgruppe vorausgegangen. Knoll, der in Markkleeberg als freiwilliger Kamerad Dienst tut, arbeitet in Leipzig bei der Berufsfeuerwehr. Und eben für die hauptamtlichen Feuerwehrleute setzt sich die neue Landesgruppe ab sofort ein. Davon profitieren letztlich auch die Freiwilligen Feuerwehren.

Unter der Leitung von Knoll hat die Landesgruppe Ziele formuliert, die den hauptberuflichen Kameraden zugute kommen sollen. Vorrangig geht es darum, dass die Stadt Leipzig als Arbeitgeber die europäische Arbeitszeitrichtlinie einhält, die maximal 48 Dienststunden pro Woche vorsieht. "Derzeit liegen wir aber bei 52 Stunden", erklärt Knoll. Zwar hätten viele seiner Kollegen die so genannte Individualitätserklärung abgegeben, aus freien Stücken und "zum Schutz der Bürger", mehr zu arbeiten, "doch wir bekommen die Zusatzstunden nicht vergütet - weder in Form von Geld noch als Freizeitausgleich", macht Markkleebergs stellvertretender Stadtbrandmeister deutlich. Das habe seiner Ansicht nach gravierende Auswirkungen auf die Freiwilligen Feuerwehren sowohl in Leipzig als auch im Landkreis. "Werden wir als Berufsfeuerwehrleute auf dem bisherigen Stunden-Level gehalten, bedeutet das eine übermäßige Beanspruchung des Ehrenamts." Viele ehrenamtliche Kräfte seien schon jetzt stark eingespannt - und das neben dem jeweiligen Hauptberuf.

Dass ausgerechnet in Markkleeberg die Landesgruppe gegründet worden ist, hänge mit den "vorbildlichen Strukturen der hiesigen Feuerwehr" zusammen. Knoll lobte am Dienstagabend vor dem Vorsitzenden der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft, Ingo Schäfer, und dessen Stellvertreter Micha Quäker die "beispielhaften Geräte und die gute technische Ausstattung" vor Ort. Vor allem aber sei die Zusammenarbeit zwischen Politik und Feuerwehr in der Stadt vollkommen unkompliziert. Knoll hofft nun, bald mit der Stadt Leipzig Gespräche aufzunehmen, um die Situation der Berufskameraden verbessern zu können.

Derweil hat Markkleeberg die Helfer eingeladen, die in den Flutgebieten unterwegs waren. Damit will die Verwaltung Danke sagen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2013

Julia Tonne

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