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Markkleeberg Firma Axmann Fördersysteme investiert 2,5 Millionen Euro in Zwenkau
Region Markkleeberg Firma Axmann Fördersysteme investiert 2,5 Millionen Euro in Zwenkau
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11:03 13.07.2016
Der erste Spatenstich für die neue Halle: Norbert Axmann übernimmt den symbolischen Akt – rechts davon steht Holger Schulz, links Jürgen Ruckriegel. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Von Zwenkau in die Welt – das ist das Motto der Firma Axmann Fördersysteme GmbH. Seit 1994 fertigt der Anlagenbauer im Gewerbegebiet an der B 2 maßgeschneiderte Lösungen für seine Kunden. Zu denen zählen Autobauer wie Daimler, Porsche und BMW, Haushaltgerätehersteller wie Siemens, Flughäfen und viele mehr. Jetzt erweitert Axmann zum fünften Mal seine Kapazität, errichtet in der Baumeisterallee für 2,5 Millionen eine neue Vorfertigungshalle. Eingebaut werden die in Zwenkau gefertigten Fördersysteme in den USA, China, Hongkong, Mexiko, Russland, der Türkei und natürlich auch in Deutschland.

„Den Schritt, den wir jetzt machen, wollten wir eigentlich schon vor Jahren tun. Dann kam die Finanzkrise dazwischen“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Ruckriegel gestern beim ersten Spatenstich. Der gebürtige Röthaer hatte nach der Wende als Diplom-Ingenieur bei der Firma Axmann im baden-württembergischen Sinsheim angefangen. 1991 dann mit einem zweiten Mann die eigenständige Firma Axmann Fördersysteme in Espenhain gegründet. Drei Jahre später zog das Unternehmen nach Zwenkau um.

„Das Klima für Investoren war in den Neunzigern unter Bürgermeister Herbert Ehme sehr gut. Deshalb haben wir uns für Zwenkau entschieden und das auch nie bereut“, betonte Ruckriegel. Die Stadt habe eine faszinierende Entwicklung genommen. „Unsere internationalen Kunden sind sehr anspruchsvoll, nicht nur, was unsere Technik betrifft, auch hinsichtlich des Standortes“, so Ruckriegel. Allerdings habe er 1994 geglaubt, dass 8000 Quadratmeter für alle Zeit reichen werden. Inzwischen liege der Jahresumsatz bei 21 Millionen Euro, kaufe die Firma nach und nach alle Grundstücke im Umfeld auf.

„Der Neubau ist ein Signal für die nächsten zehn Jahre, der unseren 100 Mitarbeitern Sicherheit gibt“, so Ruckriegel. Nach der Fertigstellung Ende 2016 will er zehn weitere, hoch qualifizierte Mitarbeiter einstellen. Probleme die zu finden, gebe es nicht: „Wir bieten unseren Leuten weltweit interessante Aufgaben, schnell viel Verantwortung und das im attraktiven Großraum Leipzig“, sagte der zweite Geschäftsführer Thomas Köhler.

Norbert Axmann, einst Produkt- und Namensgeber, heute mit seiner Familie Hauptgesellschafter, lobte: „Die Firma hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und ein Ende ist nicht abzusehen.“ Das hörte Bürgermeister Holger Schulz (CDU), der von Bauamtsleiterin Steffi Gebauer und Ines Engert begleitet wurde, nur zu gern. Immerhin gehört Axmann zu den großen Steuerzahlern. „Ich nehme das als Aufgabenstellung für den Flächennutzungsplan mit. Wir müssen uns Gedanken machen, wo wir neue Gewerbeflächen entwickeln können“, sagte er. Denn die Gewerbegebiete in Zwenkau seien fast vollständig belegt.

Von Ulrike Witt

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