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Markkleeberg Firma aus Borken will in Großpösna Glasfasernetz bauen
Region Markkleeberg Firma aus Borken will in Großpösna Glasfasernetz bauen
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00:21 12.11.2018
So wie hier unlängst in Brandis, könnte die Deutsche Glasfaser auch bald in Großpösna den ersten Spatenstich für den Bau eines Glasfasernetzes feiern.s Kube Quelle: Thomas Kube
GROSSPÖSNA

Noch sind die Verträge nicht unter Dach und Fach, doch wenn es nach dem Willen der Großpösnaer Gemeinderäte geht, dann bekommt der Ort bald ein schnelles Glasfasernetz. Als Partner dafür hatte sich unlängst im Ortsparlament die Deutsche Glasfaser Holding GmbH präsentiert.

Das Unternehmen hatte bereits unter anderem in Bad Düben, in Borsdorf und Brandis den Zuschlag für den Bau schneller Internet-Anschlüsse erhalten, erklärte Bau-Projektmanager Mirko Ertel von der Deutschen Glasfaser im Gemeinderat und sagte weiter: „Wenn wir bauen, kommt die Glasfaser zu jedem Kunden. Wir gewährleisten zu 100 Prozent Downloadraten von mindestens 200 Mbit/s, möglich sind bis zu 1 Gbit/s.“

Ausbau nur, wenn es genügend Kunden gibt

Ausgebaut werden soll das Glasfasernetz komplett bis zum Fußweg. Wer einen Vertrag hat, dem wird das Kabel ins Haus gelegt. Bevor es los gehen kann, muss allerdings eine Bedingung erfüllt sein: Mindestens 40 Prozent der Großpösnaer müssen den kostenfreien Glasfaseranschluss nutzen wollen. Für diese Nutzung müssten dann Verträge mit zweijähriger Mindestlaufzeit zu marktüblichen Preisen abgeschlossen werden. Ansonsten würde es sich für das im nordrhein-westfälischen Borken ansässige Unternehmen wirtschaftlich nicht rechnen.

Glasfaserkabel bis in jedes Haus

Die Firma arbeitet nach eigenen Angaben ohne Fördermittel und geht mir ihren Investitionen quasi in Vorleistung. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) hofft, dass die 40 Prozent Nachfrage im Ort erreicht werden und sagte: „Wir haben mit der Vectoring-Technik der Telekom 50 Mbit/s anliegen. Wir wollen aber Glasfaser in jedes Wohn- und Gewerbegebäude, dazu war die Telekom nicht bereit.“ Man wisse ja nicht, wann die Telekom den nächsten Schritt mache. „Der jetzige Anbieter legt uns die Glasfaser rein. Und jeder Anbieter darf sein Netz legen“, bekräftigte Lantzsch das Vorhaben. Zwar lägen jetzt schon teilweise Glasfaserkabel in den Wegen, doch nur bis zu den Verteilerkästen, dann ginge es mit dem langsameren Kupferkabeln weiter. Der neue Anbieter würde nun seine eigenen Glasfaserkabel verlegen.„Wenn es los geht, schaffen wir 800 bis 1000 Meter am Tag. 16 bis 20 Leute werden je Kolonne mit der Netzverlegung beschäftigt sein“, erklärte Ertel. Die Bürger würden rechtzeitig über die Bauarbeiten informiert.

Der Wegenutzungsvertrag soll nun am 27. November im Rathaus unterzeichnet werden. Dann beginnt auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Ermittlung der tatsächlichen Nachfrage. „Die Großpösnaer selbst haben es in der Hand, ob das Vorhaben realisiert wird“, so Lantzsch.

Von Olaf Barth

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