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Markkleeberg „Fix und fertig, aber glücklich“
Region Markkleeberg „Fix und fertig, aber glücklich“
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16:36 11.03.2012
Große Auswahl: Michael Biedermann (links) sucht mit seiner Frau und der großen Tochter in Zwenkau nach Sommersachen für die Jüngste. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Die beiden Organisatorinnen, Heidi Thomas und Claudia Eichhorn, strahlten denn auch um die Wette. „Wir sind fix und fertig, aber glücklich. So viel haben wir noch nie umgesetzt“, meinte Thomas.

Schon der Vorverkauf am Freitagabend war „super“ gelaufen. „Der Umzug vom Waldesgrün in die IVS-Halle hat sich wirklich gelohnt. Die Leute sind zufrieden: Es gibt genug Parkplätze und die Kunden kommen mit Einkaufs- und Kinderwagen auf den 500 Quadratmetern überall ran“, erklärte Thomas. Sie flitzte am Samstagvormittag von Tisch zu Tisch, von Kasse zu Kasse. Und der Kundenstrom riss nicht ab.

Christiane Wolfram kam extra aus Naunhof. „Ich suche leichte Sachen für den Sommer“, erklärte die Mutter eines sechs Monate alten Jungen. Von der Kinderkleiderbörse hatte sie dank ihrer guten beruflichen Kontakte erfahren. Denn Wolfram war bis zur Geburt ihres Josua Revierförsterin in Zwenkau. Dass sich die Anreise gelohnt hat, zeigte der stetig wachsende Stapel von Latzhosen und T-Shirts in ihrem Umzugskarton.

Ein Paar Hausschuhe und zwei Paar Turnschuhe hatte Ute Georgi in der Hand. „Mehr brauchen wir heute nicht“, verkündete die Zwenkauerin. Weil die Tochter arbeiten musste, begleitete sie ihren Schwiegersohn und die zweieinhalbjährige Enkelin Hannah. „Wir waren auch schon bei den ersten drei Kinderkleiderbörsen. Die waren nicht schlecht, aber in der Halle ist natürlich viel mehr Platz“, meinte Georgi. Michael Biedermann sah sich mit seiner Frau und zwei Töchtern um. „Wir brauchen Sommersachen für unsere Jüngste“, verriet der Familienvater aus Großpösna. Die sechs Monate alte Saphira nahm den Einkauf in der Babytrageschale ganz gelassen.

Ein paar Meter weiter kullerten Tränen. Ein kleines Mädchen wollte auf dem Dreirad unbedingt noch eine Runde drehen. Doch die Eltern hatten andere Pläne, strebten mit vollen Taschen zum Ausgang. Jan Rauscher schmunzelte. Der Geschäftsführer der Firma IVS Oberflächenbearbeitung schaute „mal nach dem Rechten“. Er hatte Heidi Thomas die nagelneue Strahlenhalle angeboten, als die Friseurin ihm beim Haareschneiden von ihrer Suche nach geeigneten Räumlichkeiten erzählte. Da die IVS erst Ende April ihren Standort von Kulkwitz nach Zwenkau verlegt, war die Börse eine Art vorgezogene Einweihung. „Es tut mir nur leid, dass die Heizung noch nicht funktioniert“, gestand Rauscher. Bei der nächsten Veranstaltung Ende Oktober werde es warm sein, versprach er.

Über den Erfolg der Kinderkleiderbörse freute sich auch Ines Thimm. Die Tagesmutter bekommt traditionell zehn Prozent vom Umsatz „als Dank für ihre treue Hilfe“, so Thomas. Doch Thimm will diesmal mit Karin Chemnitz, einer weiteren Zwenkauer Tagesmutti, teilen. „Wir werden das Geld nehmen und mit unseren Kindern gemeinsam was Schönes machen“, so Thimm.

Kurz nach Fünf, die Kunden waren längst zu Hause, verließen auch die 30 Helfer und die beiden Organisatorinnen die IVS-Halle. Eines wollte Thomas unbedingt noch loswerden: „Ein großes Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr Elstertrebnitz und den Feuerwehrverein Zwenkau, die unsere Verkaufstische kostenlos angeliefert und wieder abgeholt haben.“

Ulrike Witt

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