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Markkleeberg Flammen und Fackeln zaubern romantisches Flair
Region Markkleeberg Flammen und Fackeln zaubern romantisches Flair
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06:00 10.09.2018
Tausende Lichter, Kerzen, Fackeln und Scheinwerfer verwandelten Straßen, Wege und Wiesen im Agra-Park in eine scheinbar verwunschene Landschaft. Quelle: Fotos: Andre Kempner
Markkleeberg

Einen unvergesslichen harmonischen und entspannten Abend erlebten am Sonnabend Tausende Besucher im Agra-Park. Gemeinsam mit Freunden oder der Familie flanierten sie im Dämmerschein der Blauen Stunde durch die historische Anlage. Mit Teelichtern und Bechern in den Händen ging es vorbei am Weißen Haus, über Brücken, Wege und Wiesen zum Musentempel, der Naturbühne am Teich, hin zum Antentempel oder dem Deutschen Fotomuseum.

Alles schien wie verwandelt – kein Wunder bei so vielen Fackeln, Lichtern und Installationen, die den Park in ein vielfarbiges Ambiente tauchten. Eingeladen zum Fest der 25 000 Lichter hatten die Städte Markkleeberg und Leipzig mit Unterstützung ihrer Partner und Akteure. Darunter die Vereine Columbus und Pro Agra-Park, der Bürgerverein Dölitz, das Familienzentrum Lichtblick, das Kultur- und Umweltzentrum, die Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“, der Verband Jahrfeier Völkerschlacht sowie das Kamera- und Fotomuseum.

Am späten Nachmittag standen 25 000 bunte Becher und Teelichter an sechs Ausgabestellen der Parkeingänge bereit. Endlich war es soweit: „Licht an!“ hieß es um 20 Uhr. Im Nu waren die Wege von Lichtern umsäumt, Besucher zauberten aus ihnen immer neue Formen. Ein Strichmännchenpaar aus 60 Lichtern hatten die Leipziger Matthias (28), Michèle (24), Daniel (28) und Lisa (24) gestaltet. Lisa war schon mal zum Abi-Ball im Agra-Park, andere ihrer Freunde das erste Mal. „Es ist einfach schön, die Lichter zu sehen“, schwärmte Matthias. „Die Stimmung ist einmalig“, fand Michèle. Vom Lichterzauber angetan sind auch Romy (28), Johanna (27), Anne (29) samt Sohn Tristan (6), Jonny (30), Emily (13), Roland (37), Matthias (37). Während Emily Markkleebergerin ist, kommen die anderen Besucher aus verschiedenen Leipziger Stadtteilen. „Hier ist es einfach romantisch“, bringt es Anne auf den Punkt. „Wir besuchen nicht nur jedes Jahr das Lichterfest, sondern auch das Markkleeberger Stadtfest. Heute waren wir schon am Musentempel.“ Dort lud Eddy Soto zu einer Klangreise nach Südamerika ein. Der gebürtige Peruaner, der inzwischen in Leipzig lebt, spielte Balladen auf Panflöte und Gitarre. Einige der schönsten italienischen Lieder und Songs bot dagegen „Musica Italiana“ auf der Naturbühne am großen Parkteich.

Jazzig ging es auf der Terrasse am Weißen Haus zu: Die Musiker der Chemnitzer Band „Groove Attached“ mit Sängerin Josefine Möbius machten das, was für Jazz ganz typisch ist: Gemeinsam musikalisch experimentieren und sich von Rhythmen und Melodien treiben lassen. Das steckte an. Das Publikum hörte nicht nur zu, es bewegte sich im Rhythmus mit den Klängen.

Im eigenen „Groove“ ließ die Markkleebergerin Ines Wolle (56) ihren bunt leuchtenden Hula-Hoop-Reifen über Arme, Taille und Hüften schwingen und zog so die Blicke auf sich. „Die Menschen sind freudig gestimmt, mir macht es Spaß anderen Freude zu schenken. Überhaupt ist das Lichterfest jedes Jahr eine schöne Ablenkung vom Alltag“, erklärte sie.

Das fanden auch andere Besucher, packten auf den Wiesen Picknick-Decken aus und genossen den Abend bei Wein und Gesprächen. Genügend ausgeruht ging es weiter im Lichterfest-Programm: Stummfilmkino, mit Live-Musik untermalt, lockte etliche vor das Deutschen Fotomuseum. Dort verzauberten ein letzte Mal die „Narrenbäume“, leuchteten die Sterne der „Astrofotografie“ und machten Lust auf einen Lampionumzug um die Sommerblumenwiese.

Von Ingrid Hildebrandt

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