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Markkleeberg Flixbus plant Haltestelle in Markkleeberg auf Linie Hamburg-Prag
Region Markkleeberg Flixbus plant Haltestelle in Markkleeberg auf Linie Hamburg-Prag
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13:02 23.04.2018
Am zentralen ÖPNV-Verknüpfungspunkt neben dem Bahnhof Markkleeberg könnte demnächst auch der Bus Richtung Hamburg oder Prag Halt machen. Quelle: Andre Kempner
Markkleeberg

Nach Prag oder Hamburg direkt von Markkleeberg aus reisen? Möglich könnte das werden durch das Fernreisebusunternehmen Flixbus. Der Branchenprimus bestätigte jetzt entsprechende Linienpläne.

„Wir sind in der Beantragungsphase“, erläuterte Sabine Manghofer von Flixbus. Demnach soll es bereits im Lauf des nächsten Jahres einen Haltepunkt Markkleeberg auf der Linie Hamburg-Prag geben. Der Bus halte auch in Leipzig, ein Zustieg dort in Richtung Markkleeberg oder andersrum gehe aber nicht, erklärte sie die Spielregeln für Fernbusse. Ähnlich wie in Markkleeberg sei auch in Schkeuditz ein Halt auf der Linie Halle-Prag geplant, erklärte Manghofer das Konzept des Busunternehmens, das vor allem auf junge Leute abzielt.

Die Kunde über die neuen Linien hatte als erster der frühere FDP-Bundestagabgeordnete Christoph Waitz aus der Berliner Flixbus-Zentrale mitgebracht. Er hatte sich im diesjährigen Bundestagswahlkampf für Busverbindungen nach Torgau und Oschatz eingesetzt, im Nachgang zur Wahl bei Flixbus nachgehakt, wegen des Personenbeförderungsgesetzes aber Absagen dazu erhalten. Das untersagt einem Fernbus Haltestellen, die näher als 50 Kilometer voneinander entfernt liegen oder die parallel mit dem Zug in weniger als 60 Minuten angebunden sind. Im Falle von Markkleeberg und Schkeuditz gehe das auch nur, weil jeweils im Nachbarort Leipzig und Halle kein Zustieg dorthin möglich sei, erklärt Manghofer.

Neue Linie Hamburg-Prag: Christoph Waitz (l.) mit Patrick Kurth, dem Leiter Politik bei Flixbus in Berlin. Quelle: privat

Flixbus hatte bereits im Vorjahr eine Linien-Offensive in die Klein- und Mittelstädte angekündigt. So seien bis zu diesem Frühjahr 50 neue Haltestellen in Deutschland und Österreich neu aufgenommen worden, freute sich das Unternehmen. „Davon profitieren besonders die Regionen: Kleinstädte wie Freilassing oder Westerstede erhalten so täglichen Anschluss an den internationalen Fernverkehr“, erklärte die Firma.

In Sachsen-Anhalt wird es ebenfalls immer „grüner“ – 13 Städte sind dort an das Netz der grünen Busse angeschlossen. „Neben Magdeburg, Halle oder Zeitz haben auch Dessau, Bernburg und Köthen Anschluss an das europaweite Streckennetz“, so die Firma. Nur mit der mitteldeutschen Region tat sie sich bisher schwer. Mehr Regionalziele in Sachsen und Brandenburg seien für das Frühjahr 2017 geplant, hieß es zwar im Vorjahr. Die Ziele liegen bislang aber überwiegend im Vogtland oder der Lausitz.

Für die neue Linien stünden noch die behördlichen Genehmigungen aus, erklärte Manghofer. Sie sehe darin aber keine großen Probleme.

Von Jörg ter Vehn

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