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Foto-Museum zieht um: Rössler-Sonderschau zur Eröffnung

Foto-Museum zieht um: Rössler-Sonderschau zur Eröffnung

Markkleeberg/Leipzig. Putzen, Sichten, Archivieren: Die Vorbereitungen für den Umzug des Kameramuseums Leipzig nach Markkleeberg laufen auf Hochtouren.

Zur Eröffnung im Frühsommer wird eine Sonderausstellung des kürzlich verstorbenen Markkleeberger Akt- und Modefotografen Günter Rössler gezeigt.

"Wir waren befreundet, hätten ihm sowieso eine Ausstellung gewidmet", erzählt Kerstin Langner. Dreimal schon habe sie Rösslers Werke in einer Exposition gezeigt, das nächste Mal werde anders: "Im neuen Haus haben wir viel mehr Platz, können auch großformatige Werke zeigen", sagt sie.

Viel mehr Platz ist noch untertrieben. Das Kameramuseum übernimmt die Liegenschaft des ehemaligen Landwirtschaftsmuseums, in dem später auch die Terrakotta-Armee ausgestellt war (die LVZ berichtete). "Wir werden mit der Rotunde beginnen, die Ausstellung nach und nach erweitern, später im Café zum Beispiel eine Kabinettausstellung aufbauen, im Haus noch eine historische Dunkelkammer einrichten und das Galeriegeschehen ausweiten", erzählt die Museumsleiterin. Ganz zum Abschluss werde die Halle, in der früher die Tonkrieger aufgereiht standen, nutzbar gemacht, erläutert sie.

Bis dahin ist es ein langer Weg. Derzeit sichtet, reinigt, repariert und archiviert Langner die Bestände des Museums in Mölkau. Dort werde nur noch bis Ende des Monats die untere Etage für Besucher geöffnet haben, sagt die 53-Jährige. Im neuen Haus würden auch nicht alle 70000 Bilder und 5000 Kameras des Fundus` gezeigt werden können, aber von der ältesten aus dem Jahr 1864 bis zum Ende der Filmpatrone wie in einem Zeitstrahl alle wichtigen Modelle gezeigt.

"Gleich im Eingang wollen wir zum Beispiel große Reisekameras aufbauen. Die sind sehr dekorativ", so Langner. Atelierkameras, groß wie Möbelstücke, würden ebenso gleich am Entree zeigen, wie aufwändig früher Fotografieren war. Aber auch Winzlinge wie diverse Spionagekameras würden ausgestellt, verspricht sie.

Sie sei sehr froh, mit dem Umzug in große Räume letztlich das Werk ihres 1994 verstorbenen Mannes Peter Langner vollenden zu können. Der habe zum 150. Geburtstag der Erfindung der Fotografie trotz vieler Probleme in der damaligen DDR den Grundstock für die Ausstellung im Fotomuseum zusammengetragen, die Einrichtung am 19. April 1989 dann im Mölkauer Domizil eröffnet.

Wann genau in Markkleeberg eröffnet wird, stehe noch nicht fest, so Langner. Aus Markkleeberg ist zu hören, erst müsse zum Beispiel noch das Dach repariert werden. Dadurch hat sich schon jetzt der Termin von Mai auf Juni verschoben. Bis dahin sucht Langner auch noch Helfer für den späteren Betrieb. Für den Einlass, aber auch für den Besucherservice würden noch Aushilfskräfte aus Markkleeberg gesucht, erzählt sie. Auch wer sonst mithelfen möchte, kann sich gerne bei ihr unter Tel. 0341 6515711 melden.

Das Interesse am Haus sei riesig, freut sich Langner. Schon jetzt hätten sich mehrere Gruppen angemeldet. Auch die Preise stehen schon fest: "Erwachsene zahlen fünf Euro, Ermäßigungsberechtigte drei Euro Eintritt", so Langner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2013

Jörg ter Vehn

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