Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Frauenbegegnungszentrum Markkleeberg wird in der Orangerie Gaschwitz ein Treff für alle
Region Markkleeberg Frauenbegegnungszentrum Markkleeberg wird in der Orangerie Gaschwitz ein Treff für alle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 22.03.2017
Voraussichtlich im April/Mai zieht das Frauenbegegnungszentrum in die Orangerie Gaschwitz um und soll dort Treffpunkt für alle Generationen sein. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markkleeberg

Neues Domizil, neuer Name: Jetzt ist es beschlossene Sache, das Frauenbegegnungszentrum zieht in die Orangerie Gaschwitz um. Gleichzeitig wird die Einrichtung, die bislang im Stadthaus in der Raschwitzer Straße ihren Sitz hat, für alle Bevölkerungsgruppen geöffnet. Darauf haben sich Stadt und Stadtrat geeinigt.

Hintergrund: Seit Jahresbeginn steht die mit Fördermitteln sanierte und 2009 als Bürger- und Vereinshaus wiedereröffnete Orangerie in der Hauptstraße 315 zum Teil leer. Wie berichtet, musste das Soziokulturelle Zentrum Markkleeberg nach dem Wegfall der Kulturraummittel für 2017 seine Arbeit einstellen. Um nicht Fördermittel zurückzahlen zu müssen und weiterhin soziokulturelle Angebote vor Ort zu haben, wurde im Rathaus schnell nach neuen Mietern unter den Markkleeberger Vereinen gesucht.

Die Lösung scheint jetzt für beide Seiten ein Glücksgriff zu sein: Das Frauenbegegnungszentrum, dessen Zukunft in den vergangenen Jahren mehrfach auf der Kippe stand, kann als Begegnungszentrum mit erweitertem Spektrum, angedockt an die Stabsstelle für Gleichstellung und Integration im Rathaus neu durchstarten. Die Stadt Markkleeberg kann wiederum die Orangerie Gaschwitz mit sozialen und kulturellen Angeboten verschiedenster Art langfristig auf sichere Füße stellen.

„Uns kommt die Weiterentwicklung des Frauen- zum allgemeinen Begegnungszentrum entgegen“, erklärte denn auch Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) im Stadtrat. Christian Funke von der CDU wollte in die Zufriedenheit nicht einstimmen: „Ich finde es schade, dass der Ortschaftsrat Gaschwitz nicht einbezogen wurde.“ Außerdem würden Budgets verschoben, der jährlich eingeplante Zuschuss der Stadt für das Kultur- und Umweltzentrum in Höhe von 13 400 Euro und die 1760 Euro für das Frauenbegegnungszentrum einfach addiert. „Hier hätte ich mir eine andere Gangart gewünscht“, meinte Funke.

„Es hat vorab eine Variantenuntersuchung gegeben. Und im Grunde ändert sich doch finanziell nichts: Die Mittel, die bisher in die Orangerie geflossen sind, fließen weiter. Wenn wir Leerstand verhindern und schnell wieder Angebote in Gaschwitz unterbreiten wollen, bleibt keine andere Wahl“, sagte Rathauschef Schütze. Außerdem werde versucht, noch Fördermitteltöpfe zu erschließen. Mit dem Ortschaftsrat werde es demnächst ein Gespräch geben, versicherte der Oberbürgermeister noch. Doris Werner von den Linken sah ein anderes Problem: „Die Orangerie ist ein ganzes Stück vom bisherigen Standort des Frauenbegegnungszentrums am Rathaus entfernt. Ist mal abgefragt worden, ob die Frauen überhaupt mitgehen?“

Sie habe mit allen Mitgliedern und Kursleitern gesprochen, berichtete die Leiterin des Frauenbegegnungszentrums, Kathrin Lootze. „Seit drei Jahren steht unsere Schließung im Raum. Wir sind alle froh, dass wir jetzt eine neue Perspektive bekommen. Das Begegnungszentrum wird für alle Markkleeberger ein Gewinn sein“, sagte sie strahlend. Einzig eine Englisch-Kursleiterin habe ihr mitgeteilt, dass sie nicht mit umziehen werde. „Dafür suche ich schon Ersatz. Wer Interesse hat, kann sich gern bei mir melden. Auch, wer Ideen für einen neuen Kurs, Treffen oder Projekte einbringen möchte“, lud Lootze zur Mitarbeit ein. Interessierte sollten sich kurzfristig per E-Mail an kathrin.lootze@markkleeberg.de wenden. Geplant ist der Umzug für April/Mai.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das alte Gaswerk in Zwenkau ist bald Geschichte. Im Auftrag der Mitgas werden die Gebäude an der Bahnhofstraße 49 bis Ende März zurückgebaut. Danach stünden die Altlastenerkundung und -sanierung an, erklärte Volker Schnelle vom Mitgas-Gebäudemanagement.

22.03.2017

So sehen Erfolgsgeschichten aus: Die Kinderkrippe Samenkorn der Diakonie Leipziger Land wächst. Im bislang leer stehenden Obergeschoss soll schon im August eine Kita öffnen.

21.03.2017

Eine gute Nachricht für Wohnungssuchende in Markkleeberg: Nachdem der Stadtrat zuletzt vor allem Grundstücke für Häuslebauer an der Hermann-Müller-Straße, neben dem Caritas Kinderdorf und in der innerstädtischen Kuhle ausgewiesen hatte (die LVZ berichtete), sollen nun im Krähenfeld neue Wohnungen entstehen. Der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohngebiet Amselweg“ wurde diese Woche gefasst.

18.03.2017
Anzeige