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Freie Fahrt zwischen Cospudener und Markkleeberger See

Südraum-Tourismus Freie Fahrt zwischen Cospudener und Markkleeberger See

Sonnenschein, blauer Himmel und endlich warm – besser hätten die Bedingungen für die offizielle Freigabe der neuen Pylonbrücke über die B 2/95 in Gaschwitz am Dienstag nicht sein können. Die Bauherren – der Tagebausanierer LMBV als Financier und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) als Baulastträger – feierten die Wiederherstellung der alten Ost-West-Verbindung mit zahlreichen Gästen.

Kurzer Weg zwischen Cospudener und Markkleeberger See: Die neue Pylonbrücke in Gaschwitz ist offiziell freigegeben.

Quelle: Armin Kühne

Markkleeberg. Sonnenschein, blauer Himmel und endlich warm – besser hätten die Bedingungen für die offizielle Freigabe der neuen Pylonbrücke über die B 2/95 in Gaschwitz am Dienstag nicht sein können. Die Bauherren – der Tagebausanierer LMBV als Financier und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) als Baulastträger – feierten die Wiederherstellung der alten Ost-West-Verbindung mit zahlreichen Gästen.

„Die Pylonbrücke ist ein Meilenstein, die architektonische Ausführung ein Highlight“, schwärmte Grit Uhlig, Leiterin des Sanierungsbereichs Mitteldeutschland bei der LMVB, von dem rund fünf Millionen Euro teuren Bauwerk. Ihr Kollege, Projektmanager Thomas Rösler, erinnerte an den Tagebau Espenhain: „Durch den historisch gewachsene Wegebeziehungen in der Region zerstört worden sind, aber mit dem Markkleeberger und Störmthaler See auch eine attraktive Landschaft entstanden ist.“

Grundlage für den Bau war eine Vereinbarung zwischen LMBV, Lasuv und der Stadt Markkleeberg aus dem Jahr 2012. Diese regelte, dass die Kosten im Rahmen der Tagebau-Grundsanierung von der LMBV übernommen werden, Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung beim Lasuv liegen. Baustart war im Juni 2015, der kurze Weg zum Markkleeberger See mit der neuen Brücke über die Pleiße in der Cröbernschen Straße 2014 vorbereitet worden.

„Aufgrund des schlechten Baugrundes musste viel Geld in die Gründung gesteckt werden: Der Boden wurde verdichtet und noch zehn Meter aufgefüllt, um die enormen Höhenunterschiede auszugleichen“, erklärte Rösler. Auch der „Hingucker“, der Pylon, sei technisch bedingt. Die vierspurige B 2/95, Hauptschlagader von und nach Leipzig, habe konstruktiv nicht anders überquert werden können. „Es gab technisch nicht viele Alternativen, zumal hier auch noch eine Fernwasser- und eine Fernwärmeleitung verlaufen“, räumte Heier ein. Einig waren sich alle, dass die Pylonbrücke mit einer Spannweite von 63 Metern und einer Höhe von 33 Metern sehr gelungen sei. „In den Stadtfarben blau-gelb von Leipzig und Markkleeberg ist sie ein schöner Willkommensgruß“, so Heier.

Spektakulärer Höhepunkt des Baus sei im Juli 2016 das Einheben der beiden Fahrbahntafeln und das Aufrichten des Pylons gewesen. „Das war technisch und verkehrsorganisatorisch eine Herausforderung“, betonte Heier. Immerhin nutzten täglich mehr als 50 000 Fahrzeuge die B 2/95. Die Trasse für mehrere Tage zu sperren, sei aber unumgänglich gewesen.

Professor Andreas Berkner, Leiter des Regionalen Planungsverbandes, dankte den Gaschwitzern für ihre Geduld. Immerhin dauerte es von der ersten Planung bis zur Umsetzung gut zehn Jahre. „Auf viereinhalb Kilometer Länge gab es keine Querverbindung zum Markkleeberger See. Die Brücke ist ein ganz wichtiges Bindeglied im Seen-Kleeblatt im Südraum und für mich die schönste im Rahmen der Bergbausanierung in der Region“, verkündete Berkner strahlend.

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) ist sich sicher, dass die Brücke rege in Anspruch genommen und der Stadtteil Gaschwitz touristisch, nicht zuletzt ob seiner guten Anbindung mit S-Bahn und Bus, profitieren wird. „Die erste Bewährungsprobe dürfte Himmelfahrt werden“, meinte er schmunzelnd. Mit Heiko Rosenthal (Linke), Leipziger Bürgermeister und Chef des Grünen Rings, war er sich einig, dass „jetzt ganz intensiv die Tieferlegung der Bundesstraße im Bereich des Agra-Parks und die Wasserschlange von der Pleiße zum Markkleeberger See angegangen werden sollten“.

Von Ulrike Witt

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