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Markkleeberg Freie Trauung: Ja-Wort am Nordstrand
Region Markkleeberg Freie Trauung: Ja-Wort am Nordstrand
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14:07 19.05.2015
Trauung unter freiem Himmel: Ines Wirth (Zweite von rechts) und Annelie Staude mit dem deutsch-britischen Paar auf der Terrasse der Hazienda. Quelle: Armin Kühne

Für alle, die konfessionell nicht gebunden sind, aber trotzdem den großen Auftritt möchten, gibt es eine Alternative - die Freie Trauung.

"Im Standesamt ist die Zeit knapp bemessen, in der Kirche folgt die Hochzeit einer festen Zeremonie. Bei der Freien Trauung können wir auf die besondere Geschichte des Paares und ihre Wünsche ganz speziell eingehen", erklärt Ines Wirth. Seit acht Jahren organisiert die 45-Jährige Freie Trauungen. "Ich hatte das Glück, eine solche Hochzeit in der Schweiz miterleben zu können", erzählt Wirth. Als Sales- und Marketingmanagerin in Victors Residenz Hotel in Leipzig richtete sie jahrelang Veranstaltungen aus, darunter viele Hochzeiten. 2001 machte sie sich als Hochzeitsplanerin selbstständig. "Wer jetzt an Jennifer Lopez und die Romantik-Komödie ´Wedding Planner´ denkt, liegt gar nicht so falsch", sagt Wirth und lacht.

Im Mittelpunkt stehe immer das Paar und dessen Wünsche. Und die sind bisweilen recht ausgefallen. Das beginnt schon bei der Location. "Wir gehen dorthin, wo die Brautleute wollen, auch wenn der logistische Aufwand manchmal sehr groß ist", sagt Wirth. So hat sie mit ihrem inzwischen siebenköpfigen Team schon Hochzeiten am Lago Maggiore, auf Sizilien, am Strand von Rügen, im Heißluftballon, in der Zirkusmanege und zu mitternächtlicher Stunde begleitet. Gefragt seien zunehmend auch Gothic- und keltische Rituale sowie - ganz aktuell - im Vintage-Style. "Ein großes Thema sind auch Gay-Hochzeiten", verrät die Frau, die Paare glücklich machen will. In jedem Fall gehe es aber sehr locker zu, es werde immer viel gelacht.

So war es auch am vergangenen Samstag am Nordstrand des Cospudener Sees - trotz Wind und Regen. Maria Matzke und Andrew Morisson Withington sagten auf der Terrasse der Hazienda Ja. Das deutsch-britische Paar, das in Neuseeland lebt, wollte unbedingt im Neuseenland heiraten, weil hier Marias Eltern zu Hause sind. Und sie hatten gleich zwei Zeremonienmeisterinnen - Ines Wirth und ihre Kollegin, die Markkleebergerin Annelie Staude, die sie vor drei Jahren als Sängerin bei einer Freien Trauung erlebte. "Sie spricht fließend Englisch und das ist bei binationalen Trauungen gefragt", erläutert Wirth, die auch polnisch, russisch und italienisch sprechende Redner, sowie einen Freien Theologen in ihrem Team hat.

Wie auch immer die Freie Trauung gestaltet wird, am Anfang stünden intensive Gespräche. "Wir müssen uns kennen lernen, Vertrauen aufbauen und auf die Zwischentöne achten", sagt Wirth. Natürlich würden die Brautleute, wenn gewünscht, auch in puncto Styling beraten. Übrigens: Bis Ende Oktober sind alle Sonnabende ausgebucht. Alternative Termine für kurzentschlossene Heiratswillige seien freitags und sonntags aber noch möglich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2014
Ulrike Witt

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