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Markkleeberg Freies W-Lan und ein Blick in die Zwischenräume
Region Markkleeberg Freies W-Lan und ein Blick in die Zwischenräume
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22:00 19.09.2016
Die Pleiße steckt voller Müll und Störstellen, die das Kommunale Forum entfernen lassen will. Das Verfahren ruht derzeit. Quelle: André Kempner
Markkleeberg/Neukieritzsch

20 Jahre alt ist der Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig jetzt geworden. Vor der Festsitzung im Herrenhaus Kahnsdorf am Hainer See entschieden die Vertreter der 14 Städte und Gemeinden am Montag noch in einer regulären Sitzung Wegweisendes zum Thema W-Lan und Tourismus.

So diskutierten die Bürgermeister und deren Vertreter über eine Projektliste für das kommende Jahr. Aus einem guten Dutzend möglicher Themen hatte der Verwaltungsrat des Verbandes bereits fünf besonders wichtige ermittelt. So soll etwa untersucht werden, an welchen touristisch relevanten öffentlichen Bereichen künftig ein frei zugängliches W-Lan-Netz mit Hotspots installiert werden könnte. Diese Vorarbeiten würden zu hundert Prozent vom Bund gefördert, so die Verbandsgeschäftsführer Steffi Raatzsch. Die Umsetzung sei dann Sache der Kommunen, die dafür wiederum eine Förderung von 80 Prozent vom Freistaat bekommen könnten. Hintergrund: Die Kommunen benötigen diese Untersuchung, um ihrerseits diese Fördermittel für die Hotspots beantragen zu können.

Die Maßnahme fand ebenso Zustimmung wie eine Untersuchung zur Inwertsetzung der bislang eher wenig beachteten touristischen Zwischenräume. Die vier See unmittelbar südlich von Leipzig und auch der Hainer See hätten allesamt eine gute Entwicklung genommen, erläuterte Raatzsch. Aber die dazwischen liegenden Orte wie Böhlen, Rötha, Kitzscher und Teile von Neukieritzsch hätten von der Entwicklung nicht so partizipiert. Die Untersuchung solle nun die Situation analysieren und Potenziale aufbereiten, erläuterte sie.

Ein Naturerlebnispfad am Bockwitzer See und ein touristisches Entwicklungskonzept für den Raum Pegau/Hohenmölsen lauten weitere priorisierte Projekte des Verbandes. Auf Vorschlag von Leipzigs Vertreter, dem Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, mitaufgenommen wurde auch eine Beteiligung an einer naturschutzfachlichen Bewertung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes im Neuseenland. Etliche Projekte seien eng mit natur- und artenschutzfachlichen Fragen verknüpft, erläuterte Rosenthal. Als Beispiele nannte er die Störstellenbeseitigung in der Pleiße, die der Verband vorantreibt, und auch die geplante Wasserschlange als schiffbaren Kanal von der Pleiße in der Markkleeberger See – also letztlich als Verbindung vom Stadthafen Leipzig bis zum Störmthaler See. Immer wieder würden diese Projekte aus Sicht des Naturschutzes jedoch heftig kritisiert. Und dabei voranzukommen, solle nun eine Bewertung des gesamten Konzeptes aus natur- und artenschutzrechtlicher Sicht vorgenommen werden.

Lokale Herausforderungen als Gemeinschaft lösen – damit ist der Verband vertraut. Seit nunmehr 20 Jahren, 17 Jahre davon unter Vorsitz von Markkleebergs kürzlich verstorbenem OBM Bernd Klose. Seine Nachfolgerin, die Bornaer OBM Simone Luedtke, sprach in ihrer kurzen Festrede von einem „Wettbewerb der Regionen“, in dem viele Fragen inzwischen spielten. Dafür sei jedoch eine Abstimmung zwschen den Kommunen wie in dem Verband nötig. Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband Westsachsen erinnerte in seiner Festrede an den langen Weg der Tagebausanierung, für die es keine Blaupause vorab gegeben habe. Bei allen Problemen – die überwiegende Zahl der Bewohner begrüße inzwischen die Ergebnisse.

Von Jörg ter VEhn

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