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Freiwillig arbeiten

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Nach dem Schulabschluss stehen Jugendlichen viele Möglichkeiten offen: Ausbildung, Studium, ein Auslandsjahr. Viele wollen erst einmal eine Auszeit ohne Druck und Lernstress, andere sind auf der Suche.

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Jasmin Hoffmann (links) und Julia Schettler machen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Ökoschule Markkleeberg

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Eine Variante, die Monate sinnvoll zu überbrücken, ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Das finden zumindest Julia Schettler und Jasmin Hoffmann. Die beiden Leipzigerinnen, 21 und 19 Jahre jung, sprechen aus Erfahrung. Seit September absolvieren sie ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Ökoschule am Festanger in Markkleeberg.

„Nach dem Abitur war ich erst mal für ein Jahr in Australien“, erzählt Schettler. Sie weiß, was sie will: Zunächst Bio-Chemie studieren und danach in die Forschung gehen. „Das FÖJ ist als Vorbereitung genau richtig“, meint sie. Und so sieht es auch ihre Mitstreiterin, die allerdings ganz andere Pläne hat. „Ich möchte in die soziale Richtung gehen“, sagt Hoffmann. Nach einem knappen Dreivierteljahr haben die jungen Frauen ihre Entscheidung nicht bereut, weil sie praktische Natur- und Umweltschutzarbeit leisten und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen stärken können.

„Es ist ganz erstaunlich wie schnell Kinder lernen und was sie schon draufhaben“, sagt Hoffmann. In Absprache mit Leiterin Heidi Kunis darf sie Kinder bis zur vierten Klasse in der Ökoschule unterrichten. „Das ist eine enorme Verantwortung“, gesteht Hoffmann. Aber eine, die sie stolz macht und zum Strahlen bringt.

„Es gibt viele niedliche Situationen“, schwärmt sie. Dass die Kleinen so lieb und dankbar seien, damit hätte sie beispielsweise nie gerechnet. „Ich bin schon gerührt, wenn man nach zwei Stunden zum Abschied ein Küsschen bekommt“, so Hoffmann. 40 Stunden arbeitet sie pro Woche, auch mal samstags uns sonntags. Dafür bekommt sie 130 Euro Taschengeld sowie 150 Euro Zuschuss zu Unterkunft und Verpflegung.

Noch liegen vor Hoffmann und Schettler gut drei Monate ihres freiwilligen ökologischen Jahres. Doch Kunis macht sich schon jetzt Gedanken über die Zukunft: „Die Einstellung zu Umweltthemen hat sich nach der Katastrophe von Fukushima gewandelt. Viele, die sich bislang nicht für den Schutz der Natur engagiert haben, tun es jetzt.“

Auf Unterstützung kann Kunis deshalb aber nicht verzichten: „Ab 1. September brauche ich zwei neue FÖJler, am liebsten eine junge Frau und einen jungen Mann“, sagt sie. Bewerbungen für die Ökoschule nimmt die regionale Einsatzstelle Naturförderungsgesellschaft Ökologische Station Borna-Birkenhain entgegen. Von dort werden die jungen Leute weiter vermittelt.

Ulrike Witt

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