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Markkleeberg Freiwillige Feuerwehr Zwenkau sucht neue Kameraden
Region Markkleeberg Freiwillige Feuerwehr Zwenkau sucht neue Kameraden
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17:10 19.05.2015
Noch träumt Hannes davon, einmal Feuerwehrmann zu werden. Die Zwenkauer würden ihn mit offenen Armen empfangen. Quelle: André Kempner

Denn die Zahl der aktiven Feuerwehrleute sinkt weiter, wie Stadtwehrleiter Bernd Colditz gestern beim Tag der offenen Tür im Gerätehaus an der Bahnhofstraße mal wieder deutlich machte.

"Aktuell haben wir in der Ortswehr Zwenkau 33 aktive Kameraden. Laut sächsischem Brandschutzgesetz und dem noch geltenden Brandschutzbedarfsplan der Stadt müssten wir aber die doppelte Fahrzeugbesatzung, also 44 Kameraden vorhalten", erläuterte der 65-Jährige. Noch schlimmer sei die Situation in Großdalzig, wo die Truppe von 18 auf drei Mann geschrumpft ist, ergänzte Thomas Kröter, Ortswehrleiter von Zwenkau. "Wir brauchen unbedingt Zuwachs und so einen Tag wie heute müssen wir nutzen, um für uns zu werben", betonte Colditz.

Indes, Interesse an der modernen Technik zeigten vor allem kleine Jungs. So wie der fünfjährige Hannes, der mit seiner Oma zum Tag der offenen Tür kam. "Feuerwehrautos und -filme sind im Moment seine Welt", verriet Sieglinde Kimmel. Leider ändert sich das später oft. "Wir haben in Zwenkau so viele Sportvereine. Bei der Konkurrenz hat die Feuerwehr auf Dauer nicht die besten Karten. Zumal die Ausbildung an den Wochenenden läuft und viele die Stadt spätestens nach der Schule für Lehre und Studium verlassen", weiß Colditz.

Dabei steht die Wehr mit der für 2014 avisierten Freigabe des Zwenkauer Sees vor neuen Herausforderungen. "Wir brauchen dann nicht nur ein Motorboot, Anhänger und Zugfahrzeug, sondern Kameraden mit Bootsführerschein und Kenntnissen in der Wasserrettung", so Colditz.

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) sieht die Lage nicht ganz so kritisch: "Uns geht es wie allen. Wir versuchen schon gegenzusteuern, indem wir seit Jahren Azubis und Mitarbeiter favorisieren, die Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sind."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Ulrike Witt

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