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Friedrich-Ebert-Straße: Sanierung beginnt 2017

Straßenbau Markkleeberg Friedrich-Ebert-Straße: Sanierung beginnt 2017

Die Friedrich-Ebert-Straße ist marode, für Radfahrer wegen der Straßenbahnschienen und des unterschiedlichen Belages längst kreuzgefährlich. Über 20 Jahre packte keiner das heiße Eisen an. Immer hieß es, wenn die Bimmel mal nicht mehr fährt ... . Nach dem Aus der Linie 9 warten nun vor allem die Anwohner ungeduldig. Zumal mit der 65, 70, 107 und 108 im vorderen Teil inzwischen vier Buslinien verkehren und den Belag weiter strapazieren.

Die Friedrich-Ebert-Straße in Markkleeberg-Mitte soll nach dem Aus der Linie 9 ab 2017 grundhaft saniert werden.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Die Friedrich-Ebert-Straße ist marode, für Radfahrer wegen der Straßenbahnschienen und des unterschiedlichen Belages längst kreuzgefährlich. Über 20 Jahre packte keiner das heiße Eisen an. Immer hieß es, wenn die Bimmel mal nicht mehr fährt ... . Nach dem Aus der Linie 9 warten nun vor allem die Anwohner ungeduldig. Zumal mit der 65, 70, 107 und 108 im vorderen Teil inzwischen vier Buslinien verkehren und den Belag weiter strapazieren.

„Die gesamte Straße muss dringend grundhaft ausgebaut werden, aber das ist nicht sofort realisierbar“, bremst Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) die Erwartungen. Drei Partner säßen bei diesem Projekt am Tisch: Die LVB, die Gleise, Masten und Oberleitungen zurückbauen wollen, die KWL, die das Abwassersystem modernisieren müssen, und die Stadt, die den grundhaften Ausbau will. „Seit der Diskussion um die Zukunft der Straßenbahn, und die begann Mitte der Neunziger, wurde in die Friedrich-Ebert-Straße nichts mehr investiert. Jetzt macht nur noch ein koordiniertes Vorgehen Sinn. Alles andere wäre Steuerverschwendung“, betont der Rathauschef.

Und kommt auch kostengünstiger, wovon letztlich die Anwohner in Form geringerer Straßenausbaubeiträge profitieren würden, so Schütze. Für die Stadt ist der Zeitpunkt ideal. „Seit Anfang dieses Jahres gilt eine neue Förderrichtlinie. Der Freistaat fördert den kommunalen Straßenbau jetzt mit 80 Prozent“, verrät der Oberbürgermeister. Das würde den voraussichtlichen Anteil der Stadt von 2,6 Millionen erheblich drücken.

Gebaut werden soll in zwei Abschnitten: ab 2017 zwischen Energie- und Breitscheidstraße, danach bis 2019 zwischen Energie- und Rathausstraße. „Die Reihenfolge ist nicht willkürlich gewählt, sondern durch die kaputten Abwassersammler vorgegeben“, erklärt Schütze. Während die KWL für den ersten Bauabschnitt bereits 1,2 Millionen frei gegeben hätten, stünden die 45 000 Euro für die 2016 vorgesehene städtische Planung bislang nur im Haushaltsentwurf.

Schütze weiß, dass die Anwohner auf einen schnelleren Baustart gehofft hatten. „Geldbeschaffung, Planung, europaweite Ausschreibung – das braucht seine Zeit“, sagt er. Zeitnah sollen derweil die Schäden im Bereich des Gleiskörpers behoben werden. „Wir haben diese den LVB angezeigt und das Unternehmen aufgefordert, sie schnellstmöglich zu beheben“, sagt Schütze. Heute soll es dazu ein Gespräch mit LVB-Vertretern im Rathaus geben.

Von Ulrike Witt

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