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Markkleeberg Frisch, geräuchert oder in Öl gebacken: Ein Fest rund um den Fisch in Markkleeberg
Region Markkleeberg Frisch, geräuchert oder in Öl gebacken: Ein Fest rund um den Fisch in Markkleeberg
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08:00 17.09.2012
Ein Herz und ein Zander: Fischkönigin Anne I. hat schon von Amts wegen keine Berührungsängste. Die geschuppten Freunde standen im Mittelpunkt des Fischereifestes. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

So wie Gerald Zwoch aus Dresden. Er logierte mit seinem Freund Klaus Schwarze auf dem Campingplatz am See. „Ich fass Fisch nur mit Messer und Gabel an“, meinte Zwoch. Sein Kumpel hingegen ist Petrijünger im Angelverband Dresden-Mitte, der schon über einige Erfahrung am Markkleeberger See verfügt. „Bis zu 15 Meter tief kann man im See schauen“, erzählte er.

Markkleeberg. Sie kam, sah und küsste: Anne I. Die 14. Wermsdorfer und Sächsische Fischkönigin war sich am Wochenende beim Fischereifest am Markkleeberger See nicht zu Schade, einen ausgewachsenen Zander zu herzen – versprechen sich doch Angler und Fischer noch viel von den neuen, geschuppten Freunden im See.

Der ungetrübte Blick hat auch Nachteile. Matthias Kopp vom Anglerverband Leipzig berichtete, dass wegen der Nährstoffknappheit in den Tagebauseen der jährliche Ertrag derzeit nur etwa bei einem Kilogramm je Hektar Seefläche liege. „Experten schätzen aber, dass bis zu drei Kilogramm möglich sind.“ Wie berichtet, sind in die Gewässer überwiegend große und kleine Maränen gesetzt worden, wie es sie in den bayerischen Bergseen gibt. „Am Bodensee heißen sie zum Beispiel Felsche und werden als Delikatesse gehandelt“, erzählte Fischer Jürgen Etzold. Der Bestand im Markkleeberger See sei schon recht gut, aber viele würden den Fisch kaum kennen, gar mit der Muräne aus Kinofilmen verwechseln. „Dabei schmeckt die Maräne vorzüglich, etwas zarter noch als Zander“, schnalzt er mit der Zunge. „Geräuchert, oder gebacken in Öl – lecker!“ Er glaubt an die Zukunft der Fischerei im Neuseenland, hat zusammen mit den Wermsdorfern und dem Anglerverband vor gut zwei Wochen auch den Pachtvertrag für die Fischrechte im Störmthaler See unterschieben.

Den Fisch in der Region bekannter zu machen, ist der Sinn des Festes von Anglerverband Leipzig und Wermsdorfer Fischern. So gab es Karpfen, Barsch, Forelle, Maräne in allen Varianten und gar Flammlachs zu kosten – und auch einige Bratwurstbuden für Traditionalisten. Infostände, Vorführungen des RC-Powerboot-Teams Leipzig und eine Shoppingmeile lockerten das Fest auf, zu dem vor allem gestern die Massen strömten.

Jörg ter Vehn

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