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Markkleeberg Fritzsche: Sicherheitslage in Markkleeberg ist besser als ihr Ruf
Region Markkleeberg Fritzsche: Sicherheitslage in Markkleeberg ist besser als ihr Ruf
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14:09 19.05.2015

Am 31. August will der 36-Jährige dort auch wiedergewählt werden.

"Die aktuelle Sicherheitslage in Markkleeberg ist ein Thema, das immer wieder von Bürgern an mich herangetragen wird", berichtet Fritzsche, der seit 2009 in Dresden im Innenausschuss sitzt. Aufgehebelte Terrassentüren, abgebaute Kupferrohre, gestohlene KfZ-Kennzeichen, Vandalismus und Firmeneinbrüche hätten dazu beigetragen, dass das subjektive Sicherheitsempfinden in den vergangenen Jahren deutlich schlechter geworden sei. "Dabei sind die Straftaten im Landkreis Leipzig im vergangenen Jahr sogar um 6,7 Prozent zurückgegangen. Das spiegelt sich auch in Markkleeberg wider", betont Fritzsche. Und das im Jahr Eins der Polizeireform Sachsen 2020.

Für Fritzsche ist dies Beleg, dass der von Innenminister Markus Ulbig (CDU) begonnene Abbau von rund 2500 Stellen im Polizeidienst keine negativen Auswirkungen für Markkleeberg und den Südraum hat.

"Auch wenn das frühere Polizeirevier am Poseidon heute nur noch Polizeistandort ist, die Zahl der Mitarbeiter ist ja nicht geringer geworden. Im Grunde haben wir sogar profitiert", meint der CDU-Politiker. Zurzeit würden von der Polizeidirektion Leipzig 85 Beamte in Markkleeberg eingesetzt. Perspektivisch betrage die Sollstärke laut Feinkonzept 2020 sogar 116 Mann.

"Es mag ja sein, dass wir in Markkleeberg dank unserer Intervention gut weggekommen sind. Aber entscheidend ist für mich, wie viele Streifenpolizisten letztlich wirklich im Einsatz sind, Straftaten aufnehmen und verfolgen", sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD).

Er habe regelmäßig Kontakt mit dem für Markkleeberg zuständigen Leiter des Polizeireviers Leipzig-Südost, Polizeioberrat Thomas Kretzschmar. Von diesem wisse er, dass im gesamten Revier, das von Markkleeberg über Connewitz bis nach Paunsdorf reicht, nur sechs Streifenwagen zur Verfügung stehen. "Das bereitet mir schon Sorge, ebenso dass die polizeiliche Präventionsarbeit fast vollständig heruntergefahren worden ist", sagt Schütze.

Fritzsche sieht das naturgemäß anders. "Abschreckung können wir nicht über die sichtbare Polizeipräsenz erreichen", sagt er. Zudem sei die Polizeireform nichts Statisches, man werde die Zahlen an der Wirklichkeit messen und gegebenenfalls nachjustieren. Wobei jede zusätzliche Stelle haushaltrelevant sei, kurz jeden Einzelnen teuer zu stehen kommt. In Sachen Prävention sieht Fritzsche "die Bürger in der Pflicht". Angekippte Fenster seien zum Beispiel eine fahrlässige Einladung an diverse Täterkreise, gerade im Speckgürtel der Kriminalitäts- und Suchthochburg Leipzig.

"Es ist mir sehr wichtig, dass Markkleeberg eine sichere Stadt ist, dass der Polizeistandort erhalten und auch künftig stark besetzt bleibt", versichert Fritzsche. Nach der Landtagswahl im Herbst werde er die Bürger zu einer Podiumsdiskussion mit Polizei und Sicherheitsexperten einladen, kündigt er an. Im Stadtrat will Schütze etwa zeitgleich die Kriminalstatistik präsentieren lassen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2014
Ulrike Witt

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