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Markkleeberg Fünftes Fischerfest am Markkleeberger See zieht tausende Gäste an
Region Markkleeberg Fünftes Fischerfest am Markkleeberger See zieht tausende Gäste an
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14:45 18.09.2011
Frischer Fisch beim Fischereifest in Markkleeberg. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Sportliche Herausforderungen warteten beim Städtewettbewerb, wo buchstäblich Kilometer „erstrampelt“ wurden.

Wie sieht denn eigentlich ein Karpfen aus? Was frisst ein Hecht? Solche und andere Fragen sollten zukünftige Angler beantworten können. Damit das auch klappt, standen Vertreter des Anglerverbandes Leipzig den jüngsten Besuchern mit Rat und Tag zur Seite. Bei einem Fischquiz konnten Wissenlücken geschlossen und beim Zielwerfen die nötige Geschicklichkeit trainiert werden. „Wie die einzelne Fische aussehen lernen die Kinder in der Schule. Wir bringen ihnen dann bei uns die Feinheiten bei“, erklärte Udo Busse vom Anglerverband Leipzig, dem 120 Vereine mit rund 11 000 Mitgliedern angehören. In den vergangenen zwei Jahren seien rund 800 neue Angler hinzugekommen. „Vor allem Jugendliche“, freut sich Friedrich Richter, Geschäftsführer des Verbandes. Grund dafür sei die sehr intensive Jugendarbeit, deren Früchte man nun ernten könne. Und kein Angler tritt dem anderen auf die Füße, denn mit 0,6 Hektar Wasserfläche pro Mitglied verfügt der Verband über rekordverdächtige Angelgewässer.

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Markkleeberg. Partyspaß rund um die Welt der Schuppentiere: Tausende Besucher zog es am Wochenende an den Markkleeberger See. Die fünfte Auflage des Fischerfestes bot zahlreiche Einblicke in Fang und Zubereitung der Wasserbewohner. Sportliche Herausforderungen warteten beim Städtewettbewerb, wo buchstäblich Kilometer „erstrampelt“ wurden.

Auch der Markkleeberger See zählt dazu. Zwar dauert es noch rund zehn Jahre, bis es dort genug Flossentiere gibt, doch schon jetzt sind beeindruckende Fänge möglich. „Ich habe mehrere Barsche und Hechte rausgeholt, der längste war 74 Zentimeter lang“, berichtete Sebastian Hänel. Der Schneeberger war eigens fürs Fischerfest nach Markkleeberg gekommen, schließlich beschäftigt er sich auch beruflich bei einer Fachzeitschrift mit dem Angelsport. Sein ganz persönlicher Zubereitungstipp? „Senfhecht ist mein klarer Favorit“, verrät er. Im Markkleeberger See tummeln sich aber auch zahlreiche Maränen – Fische, die aber noch zu wenig bekannt seien, bedauert Richter. „Ein Fischer aus Deutzen verkauft seine Fänge nach Mecklenburg, weil die Maränen in unserer Region noch nicht so gut ankommen. Dabei schmecken sie besser als Forellen.“

Wer sich vom Trubel rund um den Fisch etwas ablenken wollte, war bei Ingrid Wöpke genau richtig. Die Leipzigerin ist Kunsttherapeutin und Holzbildhauerin und zeigte, wie aus unscheinbarem Holz eine beeindruckende Plastik wird. Schmerzen da nicht die Hände? „Man glaubt es kaum, doch eine meine Kursteilnehmerinnen hatte Probleme mit den Gelenken. Bei der Arbeit am Holz konnte sie sich herrlich entspannen, die Schmerzen lösten sich.“

Schmerzen gab es auch hin und wieder bei den Teilnehmern des Städtewettbewerbs von Enviam und Mitgas. Schließlich galt es, möglichst viele Kilometer auf dem fest montierten Fahrrad zu strampeln. „Es war ganz schön anstrengend“, gab die neunjährige Tara zu, die sich auf dem Kinderfahrrad ins Zeug legte. Außer Atem war auch Luis Stranz. Der 46-Jährige zeigte sich aber recht zufrieden mit seiner Leistung. „Irgendwann fordere ich Stefan Raab heraus.“

Bert Endruszeit

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