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Markkleeberg Für jedes Kind ein Platz vorhanden
Region Markkleeberg Für jedes Kind ein Platz vorhanden
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15:06 19.05.2015
Die neue Kita Kuhle wurde am 1. August eröffnet. In den 14 Markkleeberger Kitas gibt es knapp 1200 Plätze, 200 davon sind erst 2013 entstanden. Quelle: André Kempner

Allerdings könnte sich die Situation wieder ändern, der neue Kita-Bedarfsplan bis 2017 ist nur eine Arbeitsgrundlage.

"So eine Kita-Bedarfsplanung mit solchen Zahlen hatten wir noch nie. Jetzt können wir sagen, wir decken den Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen und erfüllen problemlos den seit 1. August geltenden gesetzlichen Anspruch", erklärt Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Als langjähriger Vorsitzender des Sozialausschusses hat er die zum Teil heftig geführten Diskussionen und die Klagen verzweifelt nach einem Krippenplatz suchender Mütter noch im Ohr.

"Die große Schwierigkeit ist ja immer, die Plätze bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Nicht alle Kinder besuchen eine Einrichtung. Deshalb ist der Kita-Bedarfsplan für uns immer auch ein bisschen der Blick in die Glaskugel", erläutert der Rathauschef. Während seit etwa zehn Jahren relativ konstant 90 Prozent der Eltern einen Kindergartenplatz beanspruchten, steige die Zahl im Krippenbereich kontinuierlich an - von 53 Prozent im Jahr 2003 auf inzwischen 67 Prozent.

"Die Kita-Bedarfsplanung gibt uns recht, dass wir mit den zwei neuen Kitas am Festanger und in der Kuhle und der erweiterten Kita in Wachau, also insgesamt über 200 neuen Plätzen, die richtigen Entscheidungen getroffen haben", sagt Schütze. Er wisse aber auch, dass es sich um eine Momentaufnahme handele. Die Situation könne in einem Jahr schon wieder anders aussehen.

"Das Gute ist, wir sind vorbereitet. Im Bebauungsplan für das neue Wohngebiet am Caritas-Kinderdorf in Zöbigker ist eine Vorbehaltsfläche für eine weitere Kita festgeschrieben", betont Schütze. Denn klar sei, mit jedem neuen Wohngebiet wachse der Bedarf. So stünden im Kita-Bedarfsplan für die am Kinderdorf geplanten 100 Einfamilienhäuser vier Krippen-, zehn Kindergarten- und sieben Hortplätze, für die 14 neuen Einfamilienhäuser an der Hermann-Müller-Straße jeweils zwei Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze. Berechnet anhand der langfristigen Bevölkerungsprognose.

Sorge bereitet Schütze aber vielmehr die Zeit nach 2020. "Dann gründen die geburtenschwachen Nachwende-Jahrgänge Familien und es könnte durchaus sein, dass wir dann zu viele Plätze vorhalten." Aber das ist Zukunftsmusik.

Konkrete Vorstellungen hat der neue Verwaltungschef von der Platzvergabe übers Internet. "Bei jetzt 14 Kitas ist das nur noch über eine Aufstockung des Personals im Rathaus händelbar oder eben über den elektronischen Weg." Letzterer mache die Vergabe nicht nur komfortabler, sondern auch transparenter. Die Bereitschaft aller Kita-Träger liege bereits vor. "Ich gehe davon aus, dass wir, abhängig vom Haushalt, aber realistischerweise Ende 2014 die Online-Vergabe starten können", sagt Schütze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.12.2013
Ulrike Witt

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