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Für jedes Markkleeberger Kind soll es bis 2020 einen Kita-Platz geben

Stadtrat Für jedes Markkleeberger Kind soll es bis 2020 einen Kita-Platz geben

So schnell kann es gehen: Vergangene Woche türmten sich wegen der Kostenexplosion im Sonnenweg noch dunkle Wolken am Markkleeberger Kita-Himmel, jetzt herrscht dank des neuen Kita-Bedarfsplanes eitel Sonnenschein. Einstimmig wurde der am Mittwochabend vom Stadtrat in öffentlicher Sitzung im Großen Lindensaal verabschiedet, kann nun an das Kreis-Jugendamt weitergereicht werden.

Wenn die Sonne lacht, macht Spielen im Garten der Wasserturm-Kita noch mehr Spaß. Voraussichtlich 2020 wird hier der Ersatzneubau eröffnet.

Quelle: Andre Kempner

Markkleeberg. So schnell kann es gehen: Vergangene Woche türmten sich wegen der Kostenexplosion im Sonnenweg noch dunkle Wolken am Markkleeberger Kita-Himmel, jetzt herrscht dank des neuen Kita-Bedarfsplanes eitel Sonnenschein. Einstimmig wurde der am Mittwochabend vom Stadtrat in öffentlicher Sitzung im Großen Lindensaal verabschiedet, kann nun an das Kreis-Jugendamt weitergereicht werden.

„Die Zahlen zeigen uns, dass wir unmittelbar keinen Handlungsbedarf haben. Voraussichtlich bis 2020/21 können wir jedem Kind, egal ob für Krippe, Kindergarten oder Hort, einen Betreuungsplatz anbieten“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) sichtlich zufrieden. Seit der Eröffnung der Gaschwitzer Kita Ende 2016 gebe es keine Wartelisten mehr und das solle auch so bleiben. „Wir haben die Plätze in den letzten beiden Jahren dem Bedarf angepasst und künftig einen jährlichen Zuwachs von zwei Prozent im Krippen- und sieben Prozent im Kindergartenbereich eingeplant“, begründete er die komfortable Situation.

Voraussetzung ist, dass die Kita Sonnenweg – Baustart soll nächste Woche sein – spätestens im Frühjahr 2018 ihren Betrieb aufnehmen kann. Die 130 Plätze sind bekanntlich Ersatz für die DRK-Kita in der Hauptstraße 15, deren Betriebserlaubnis Ende 2017 endgültig ausläuft, und die Interims-Krippe in der Raschwitzer Straße. „Mit einer Kapazität von insgesamt 1395 Plätzen in Markkleeberg, darunter 436 Krippen- und 959 Kindergartenplätze, sind wir für die nächsten Jahre gut aufgestellt“, betonte Schütze. Vor zwei Jahren hatte die Stadt noch eilig handeln müssen, 72 Krippenplätze fehlten damals plötzlich.

Nach der fortgeschriebenen Kita-Bedarfsplanung soll die Zahl der Kindergartenplätze im geplanten Ersatzneubau der Kita Wasserturm (die LVZ berichtete) sogar reduziert werden. „Für 2019/20 sind dort noch 60 Krippen- und 120 Kindergartenplätze vorgesehen, 24 Kindergartenplätze weniger als jetzt“, erläuterte der Oberbürgermeister. Ob die Planung passt, wird sich zeigen. Vor drei Jahren wähnte sich die Stadt nach der Eröffnung der Kita am Festanger und der Erweiterung in Wachau auch auf der sicheren Seite und erlebte eine Überraschung.

„Auch wenn die Kita-Bedarfsplanung auf Prognosen für die neu entstehenden Wohngebiete beruht, weiß man nie genau, wie viele Kinder wann geboren werden. Geburtenzahlen bleiben ein Blick in die Glaskugel. Deswegen müssen wir jedes Jahr schauen und gegebenenfalls nachjustieren“, warnte Schütze vor allzu großer Euphorie und bremste insbesondere seinen SPD-Kollegen Sebastian Bothe, der – mal wieder – den von der Stadtverwaltung eingeschlagenen Weg über alle Maßen lobte.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Müller fragte denn auch gleich, ob Stadt und Eltern ein Jahr nach Einführung des Online-Kita-Vermittlungsportals „Kivan“ zufrieden sind. Silke Kepper vom Amt für Soziales und Bildung hatte Positives zu vermelden: „Das System ist zwar aufwendiger als gedacht, aber Probleme lassen sich leichter lösen. Und mit der Fortentwicklung ‚Kivan next‘ soll es demnächst noch besser werden.“ Meldeten Familien früher ihren Nachwuchs kurz nach der Geburt vorsorglich in allen zwölf Markkleeberger Kitas an, sind jetzt maximal drei Bewerbungen möglich.

Von Ulrike Witt

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