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Markkleeberg Gardemächen sind in Zwenkau Spielfiguren
Region Markkleeberg Gardemächen sind in Zwenkau Spielfiguren
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22:56 08.02.2015
Beim "Fasching in der Rumpelkammer" in der Germania-Klause in Zwenkau sind die Mädchen der Großen Garde als "Super-Mario" und "Luigi" verkleidet. Quelle: André Kempner

Verwalterin alter Schätze wie Schallplatten, Röhrenradios, Kisten und Geschichten war Suntina Rabich, die mit Schnodderschnauze launig-amüsant durchs Programm führte.

"Zum Glück haben wir unsere Suntina", meinte CCZ-Präsident Matthias Kirmse. Denn beim Entrümpeln wurde eines deutlich - das Narrenvolk wird von Jahr zu Jahr kleiner in Zwenkau. Ob Mitstreiter oder Besucher - beides sind inzwischen Raritäten. Und das nicht nur angesichts der momentanen Grippewelle. "Wir haben so viel Werbung für unsere beiden Veranstaltungen gemacht, aber mehr als 100 Leute bekommen wir nicht mehr zusammen", bedauerte Kirmse. Dabei habe das Programm ein gleichbleibend gutes Niveau. Er selbst übernahm diesmal die Hausmeisterrolle, assistierte der scharfzüngigen Rumpelkammer-Chefin. Überhaupt durfte diesmal die Zweitbesetzung ran und zeigte wie Gerald Thurm in der Bütt durchaus närrisches Talent.

Zwenkau. Können Sie sich noch an Willi Schwabes Rumpelkammer erinnern? An den Herrn mit der sonoren Stimme, der im DDR-Fernsehen mit der Laterne zu Tschaikowskis "Tanz der Zuckerfee" zum Dachboden hochstieg und alte Filmklassiker vorstellte? So ähnlich war es am Samstagabend in der Germaniaklause beim Rumpelkammer-Fasching des Carneval-Clubs Zwenkau (CCZ). Verwalterin alter Schätze wie Schallplatten, Röhrenradios, Kisten und Geschichten war Suntina Rabich, die mit Schnodderschnauze launig-amüsant durchs Programm führte.

Aber auch auf die Stars des Zwenkauer Faschings, die kleinen und die großen Gardetänzerinnen, die wieder mit ihren Show-Einlagen begeisterten und das kriminell-gute Männerballett mit Hartmut Wolf, war Verlass. Ohne Zugabe ließ sie das Publikum nicht von der Bühne. Für den Stimmungs-Höhepunkt sorgten, diesmal als vier Skihaserl, die Trotzköppe mit ihren Liedern: "Atemlos" tobten die Männer um Bürgermeister Holger Schulz mit "En Gie" durch den Schnee und prüften alle zwei Minuten im Holzmichel-Rhythmus "Stimmt denn der Alkoholspiegel noch?", worauf das Publikum mit einem frenetischen "Ja" antwortete.

Für den CCZ ist die 61. Saison mit dem Abschließen der Rumpelkammer Samstagnacht eine Woche vor Rosenmontag schon Geschichte. Präsident Kirmse hofft, dass sich bald neue Mitstreiter finden und die Zwenkauer an der in den 1950er Jahren begründeten Tradition festhalten. "Derzeit ist die Germaniaklause für uns das ideale Domizil. Auch wenn wir nach dem Aus im Waldesgrün Interesse an der neuen Turnhalle bekundet hatten, mit so wenig Aktiven und Zuschauern würde ein Umzug gar keinen Sinn machen", betonte Kirmse.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.02.2015

Ulrike Witt

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