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Gasthof Muckern ist wiederbelebt

Gasthof Muckern ist wiederbelebt

Großpösna. Auf dem Land hat es die Gastronomie schwer. Selbst in angestammten Gasthäusern gehen die Lichter aus. In Dreiskau-Muckern wagt Ulrike Schröer den umgekehrten Weg und eröffnet am Sonnabend im traditionellen Gasthof Muckern wieder ein Café.

"Das Gebäude ist als Gasthof erbaut worden, gehört zu den historischen des Ortes", sagt Schröer nicht ohne Stolz. "Oben ist der Tanzsaal gewesen und manche alte Muckerner können sich auch noch an das Vereinszimmer erinnern", erzählt die 42-Jährige. In den Fünfzigern seien die Räume zur Verkaufsstelle von Lebensmitteln und Industriewaren umgebaut worden, nach der Wende öffneten Verkaufsstelle und Imbiss, schlossen aber schnell wieder.

Als sie und ihr Partner Ralf Schrader das Haus von vier Jahren kauften, sei ihnen gleich klar gewesen, es irgendwann wieder als Gasthaus zu eröffnen, erzählt die künftige Wirtin. Bei der schonenden Renovierung seien ihnen nicht nur unzählige Farbschichten entgegengekommen, auch Spuren eines alten Backofens im Erdgeschoss fanden sie und andere, spannende Erinnerungen an die Gasthofzeit. "Auf dem Dachboden entdeckten wir einen massiven alten Tisch, der schon im Schankraum gestanden haben muss", erklärt sie etwa. Ebenso fanden sie eine Bank aus dem alten Tanzsaal.

Ehrensache, dass das Paar, das drei junge Kinder hat, die Geschichte zurück in den Gastraum brachte, das Ganze zurückhaltend dörflich einrichtete. Prunkstück ist die supermoderne, chromglitzernde Espressomaschine, die gestern angeliefert wurde.

"Für das Dorf ist es wichtig, dass hier was passiert", sagte Schröer. Schließlich müsse es etwas geben, wo sich die Leute mal treffen, reden, Kuchen oder Eis essen, Kaffee trinken oder herzhafte Snacks essen könnten. Sie wolle auch offen sein für kleinere Veranstaltungen, oder Treffs von Gruppen. Geöffnet sei ab Sonnabend zunächst an den Wochenenden jeweils von 14 bis 18 Uhr. "Mal sehen, wie es die Leute annehmen", sagt sie.

Rückenwind der Gemeinde ist ihr gewiss. Angesichts der Tendenz, dass Gasthöfe schließen und damit Zentren des gesellschaftlichen Zusammenlebens verschwinden, freue man sich über den wiederbelebten Gasthof, "der neben den Einwohnern auch den Gästen eines der Schönsten Dörfer Sachsens ein kulinarischer und geselliger Anlaufpunkt sein wird", so Hauptamtsleiter Daniel Strobel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.07.2013

Jörg ter Vehn

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