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Markkleeberg Gebündeltes Fachwissen vor Ort
Region Markkleeberg Gebündeltes Fachwissen vor Ort
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17:47 06.03.2012
Bürgermeister Holger Schulz (Mitte), Lysann Kasprick (dahinter) und Chefarzt Ralf Sultzer (Fünfter von rechts) am Beratungstisch. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Dort gibt es jetzt jeden Montag von 14 bis 16 Uhr eine feste Anlaufstelle – die trägerübergreifende kostenlose Seniorenberatung im Haus der sozialen Dienste in der Schulstraße 15.

„Die Seniorenberatung ist ein Ergebnis unseres ersten Sozialen Runden Tisches vom Dezember. Mich freut, dass alle Beteiligten mit so viel Enthusiasmus an die Sache gehen und natürlich auch, dass Zwenkau eine Vorreiterrolle in der Region Leipzig übernimmt“, erklärte Bürgermeister Holger Schulz (CDU) bei der Premiere am Montagnachmittag. Er sei sich sehr wohl der Herausforderung bewusst, in Zeiten, da anderswo im sozialen Bereich gekürzt werde. „Mit der quartiersnahen Beratung stehen unseren Bürgern alle Experten zur Verfügung – von Pflegediensten, Seniorenheimen, Kliniken und Krankenkassen“, betonte Schulz.

Fachwissen zugunsten Betroffener und ihrer Angehörigen zu bündeln, ist das große Ziel der Modellregion Gerinet Leipzig (die LVZ berichtete). Dass Zwenkau als erste Kommune davon profitiert, ist der Tatsache geschuldet, dass die Projektleitung in Händen von Ralf Sultzer, Chefarzt des Helios Geriatriezentrums Zwenkau liegt. Ein Glücksfall für die Stadt und die Bürger.

„Wir sind zufrieden mit dem ersten Tag, auch wenn nur eine Beratung zum Thema Vorsorgevollmacht stattgefunden hat. Schließlich muss sich so was erst herumsprechen“, sagte Gerinet-Projektmanagerin Lysann Kasprick. Als besonders positiv wertete sie, dass Pflegeberater der Knappschaft, der AOK Plus und der IKK Classic vor Ort waren und auch künftig Ansprechpartner bleiben. „Dass verschiedene Krankenkassen zusammenarbeiten, wäre vor Jahren noch nicht möglich gewesen. Schließlich hat sich Sachsen gegen die Einrichtung von Pflegestützpunkten entschieden“, so Kasprick.

Gerinet will frühzeitig ansetzen, lange bevor der betagte Patient im Krankenhaus liegt. „Wir setzen auf Prävention. Es ist sinnvoller sich mit einer möglichen Pflegesituation und der finanziellen Belastung schon auseinanderzusetzen, wenn man noch fit ist“, erläuterte Kasprick. Das Zauberwort heißt „Fallsteuerung“. Integriert sind in Zwenkau natürlich zuallererst die Anbieter vor Ort, wie das Deutsche Rote Kreuz, die Alloheim-Senioren-Residenz, der Pflegedienst Oehlert und die Helios Klinik. Mit der Sozialamtsleiterin des Landkreises Leipzig, Karina Kessler, wissen Sultzer und Kasprick zudem eine starke Partnerin an ihrer Seite. Und die will nicht nur reden, sondern aktiv mitwirken. Kessler kündigte am Montag schon mal an, dass sie am 16. April persönlich am Beratungstisch im Haus der sozialen Dienste sitzen wird.

Ob und wie die Seniorenberatung angenommen wird und mit welchen Problemen Betroffene und Angehörige kommen, wird wissenschaftlich untersucht. Im September wollen die Gerinet-Verantwortlichen eine erste Bilanz ziehen.Ulrike Witt

iInteressierte können sich an Lysann Kasprick, Telefon 034203 42124, Fax 034203 42102 oder per Mail an lysann.kasprick@gerinet-leipzig.de wenden.

Kerstin Leppich

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