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Markkleeberg Generationentreffen im Waldbad - VfB-Fußballfamilie vereint
Region Markkleeberg Generationentreffen im Waldbad - VfB-Fußballfamilie vereint
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14:13 19.05.2015
Generationen der Zwenkauer Fußballer-Familie trafen sich. Quelle: André Kempner

"Ich war Mittelstürmer und habe einen Haufen Tore geschossen, ab 1944 in der ersten Mannschaft", erinnerte sich der 86-jährige Werner Lecour. Aber auch, dass er im Januar 1945 noch in den Krieg musste, in Gefangenschaft kam. "1947 habe ich mit der Schiedsrichterlegende Rudi Glöckner wieder in der Kreisauswahl gestanden", verriet er. Dem VfB ist Lecour treu geblieben: "Montags schaue ich als erstes in der LVZ, wie unsere Jungs gespielt haben."

Am Samstagnachmittag half nicht mal das Daumendrücken der VfB-Oldies. "Wir haben das Landespokalspiel gegen den FC International verloren", gestand Robert Kratz, Kapitän der ersten Mannschaft, die 2014/15 in der neuen Landesklasse antritt. Neben ihm stand Siegfried Glatzel, in den Neunzigern Torwart und Kollege des heutigen Trainers Frank Baum, und auch dank seines Vaters Johannes Glatzel in der VfB-Geschichte bewandert. Die begann am 19. Januar 1902, hatte ihren ersten Höhepunkt 1930 mit dem Aufstieg in die Gau-Klasse. Nach 1945 hieß der Verein erst SG, ab 1961 Aktivist, später Chemie Zwenkau, 1990 schließlich SG Blau-Weiß. Siegfried Glatzel, Harald Selka und andere Enthusiasten nahmen die Tradition im Januar mit dem VfB-Eintrag im Vereinsregister wieder auf.

Zur wechselvollen Vereinsgeschichte, in der der VfB mehrmals Bezirks- und Kreismeister, gehört auch Motor Eythra, das 1984 nach 75 Jahren seinen Spielbetrieb einstellen musste. Das Nachbardorf wurde dem Tagebau geopfert. "Wenn die Eythraer sonntags auf unseren Platz kamen, gab es immer Stimmung", erklärte der 86-jährige Rolf Schumann. "Wir waren Rivalen, aber nur auf dem Rasen, sonst konnten wir gut miteinander", stellte Bernd Piontek, wie Schwiegervater Günter Erler einst bei Motor Eythra aktiv, klar.

Sorgen um die Zukunft macht sich der VfB nicht. "Von unseren 280 Mitgliedern sind 180 Kinder und Jugendliche. In der neuen Saison schicken wir zehn Nachwuchsmannschaften ins Rennen", meinte Präsident Krüger und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Finanziell wird dem VfB der Freizeitpark Belantis als neuer Hauptsponsor unter die Arme greifen, der will die Jugendarbeit fördern und die Spielflächen erweitert - so soll der Aufstieg in die Landesklasse befeuert werden. Ulrike Witt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2014
Ulrike Witt

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