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Markkleeberg „Genialsozial“: Schüler pflegen im Oberholz junge Obstbäume
Region Markkleeberg „Genialsozial“: Schüler pflegen im Oberholz junge Obstbäume
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22:00 21.06.2016
Gymnasiasten aus Engeldorf beim Pflegeschnitt von alten Obstbaumarten im Oberholz: Kezia, Anna-Lena und Natalie (von rechts) helfen „genialsozial“. Quelle: Jörg ter Vehn
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Großpösna

Anpacken und „genialsozial“ helfen hieß es am Dienstag für Schüler. Während sachsenweit rund 30 000 bei verschiedensten Projekten mitmachten, kamen 16 Gymnasiasten aus Engelsdorf zum Beispiel ins Oberholz. Revierleiter Christoph Seifert ließ die Zehntklässler Wildobstbäume ausasten, Aufsteller und Lehrtafeln säubern und an der vielleicht bekanntesten Jagdhütte der Region aufräumen.

Anna-Lena, Natalie und Kezia durften sich mit den Obstbäumen beschäftigen. Bekanntlich müssen die mehrmals in jungen Jahren geschnitten werden, um einen astfreien Schaft und eine gut geformte Krone zu erhalten. Rund einen Hektar groß war die Fläche, die an dem Vormittag zu bearbeiten war – gar nicht so einfach, wie die jungen Damen feststellen mussten. „Aber mit Musik geht“s, meinte Kazia.

Wie berichtet, hatte der Forstbezirk Leipzig im Oberholz auf der rund 18 Hektar großen Waldausgleichsfläche für den Bau der A 38 auch wilde, alte Obstsorten gepflanzt. Diese benötigten jetzt den ersten Pflegeschnitt, der von den Schülerinnen nach kurzer Einarbeitung durchgeführt werden konnte. Forstdirektor Andreas Padberg freute sich so über die jungen Hilfskräfte, die sich wiederum über die sinnvolle Beschäftigung, die auch Geld in die sozialen Projekte und in die Schulkasse fließen ließ – so wie es das Modell der Sächsischen Jugendstiftung für „genialsozial“ vorsieht.

An der Jagdhütte im Süden des Waldes „schaffte“ die größte Gruppe der Schüler. Freischlagen, morsches Holz entfernen, neues Holz streichen – gut zu tun hatten die Schüler dort. Die betagte Hütte aus DDR-Zeiten ist Ausgangspunkt vieler Jagden im Oberholz, dient zugleich mit ihrer Lage an einem kleinen See als Ausbildungsstätte auch für Jagdhunde. Das abgelegene Idyll kam bei den Schülern gut an. Und nicht nur bei ihnen: „Fast vierteljährlich wird hier fürs Fernsehen gedreht“, meinte Padberg. „Tatort“ und „Soko Leipzig“ seien schon da gewesen, auch so manche andere Reihe, erzählte er. „Wann immer im Fernsehen ein Krimi im Wald endet, ist das hier“, erzählte er feixend den Schülern.

Von Jörg ter Vehn

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